Forscher kehrt nach Langenhain zurück – er erforscht Bakterien

Stand: 31.08.2026, 13:43 Uhr

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Forscher entdecken einen neuen Mechanismus, der bei der Entwicklung neuer Krebsmedikamente helfen kann. (Symbolbild)

„Heimspiel Wissenschaft“: Dabei kehren Forscher in ihre Heimatorte zurück, um Einblicke in ihre Arbeit zu geben und mit Bürgern ins Gespräch zu kommen. (Symbolbild) © imago

Der Max-Planck-Wissenschaftler Prof. Dr. Helge Bode ist in Langenhain aufgewachsen. Am 17. September spricht er dort über Bakterien.

Langenhain – Was haben Brot, Bier, Schokolade, Antibiotika und die Medizin der Zukunft gemeinsam? Die Antwort lautet: Mikroorganismen. Über die faszinierende Welt von Bakterien und Pilzen spricht Prof. Dr. Helge Bode vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie am Donnerstag, 17. September, um 19 Uhr im Bürgerhaus „Am Weinberg“ in Langenhain.

Forschung am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie

Der Vortrag trägt den Titel „Vom Tannen- zum Mikrobenjäger oder warum ich Bakterien erforsche“ und ist Teil der bundesweiten Reihe „Heimspiel Wissenschaft“. Dabei kehren Forscher in ihre Heimatorte zurück, um Einblicke in ihre Arbeit zu geben und mit Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Für Helge Bode wird die Veranstaltung zu einer besonderen Rückkehr. Der Wissenschaftler ist in Langenhain aufgewachsen und vielen Einheimischen noch aus seiner Zeit als Musiker bekannt. Jahrelang spielte er als Flötist und Trompeter bei den „Tannenjägern“ und den „Sandy Boys“, außerdem war er als Volleyballer beim TSV Oberdünzebach aktiv. Nach dem Abitur studierte er Chemie und Biologie in Göttingen. Sein wissenschaftlicher Weg führte ihn anschließend über Stationen in Stockholm, Braunschweig, Stanford, Saarbrücken und Frankfurt bis an das Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg, wo er heute forscht.

Mikroorganismen stehen im Mittelpunkt des Vortrags

Im Mittelpunkt des Vortrags stehen jene unsichtbaren Helfer, die den Alltag der Menschen auf vielfältige Weise prägen. Mikroorganismen sorgen unter anderem dafür, dass Teig aufgeht, Käse reift oder Bier und Wein entstehen. Gleichzeitig liefern sie wichtige Wirkstoffe für Arzneimittel und sind damit unverzichtbar für die moderne Medizin.

Bode wird erläutern, weshalb Bakterien und Pilze für Wissenschaft und Gesellschaft von so großer Bedeutung sind. Darüber hinaus gibt er Einblicke in seine aktuelle Forschung. Gemeinsam mit seinem Team untersucht er natürliche Wirkstoffe, die von Mikroorganismen produziert werden und möglicherweise als Grundlage für neue Medikamente dienen können. Die Forscher suchen dabei nicht nur nach bislang unbekannten Substanzen in der Natur, sondern entwickeln auch Verfahren, um natürliche Prozesse nachzuahmen und vielversprechende Wirkstoffe weiterzuentwickeln.

Der Vortrag richtet sich nicht nur an Fachleute, sondern an alle Interessierten. Im Anschluss besteht die Gelegenheit, mit dem Referenten ins Gespräch zu kommen. „Heimspiel Wissenschaft“ wird von der Agentur für Wissenschaftskommunikation con gressa organisiert. Nach einer Anschubförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird die Reihe seit 2025 in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft fortgeführt.

Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 17. September, um 19 Uhr im Bürgerhaus „Am Weinberg“ in Langenhain. Der Eintritt ist frei.