Franco Colapinto mit Frust am Freitag: Keine Fahrt in FT1, Crash in FT2
(Motorsport-Total.com) - Für Alpine-Pilot Franco Colapinto verlief der Freitag vor dem Großen Preis von Ungarn alles andere als erfolgreich. Nachdem er im ersten Freien Training aussetzen musste, um Reservefahrer Paul Aron das Cockpit zu überlassen, flog der 23-Jährige in FT2 in der letzten Kurve von der Strecke und schlug mit seinem A526 in die Streckenbegrenzung ein. Damit war seine Session nach rund einer halben Stunde bereits zu Ende.

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Franco Colapinto hat im zweiten Freien Training sein Auto weggeworfen Zoom
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"Das war ein ziemlich kurzer Tag", so das Resümee des Alpine-Piloten. "Mit dem geringeren Abtrieb sind die Autos dieses Jahr diffiziler zu fahren. Auf einer Strecke wie hier, wo du sehr wenig Grip hast, fühlt sich das natürlich schwierig an."
Ironischerweise hatte auch Paul Aron in FT1 mit der letzten Kurve zu kämpfen. So zeigte die TV-Regie den Reservepiloten des Teams dabei, wie er in der langgezogenen Rechtskurve mehrmals gegenlenken musste, um seinen Alpine nicht zu verlieren.
"Ich konnte am Morgen nicht fahren, das war nicht gerade ideal", so der Kommentar von Colapinto zum Einsatz des Reservefahrers. Zu seinem Abflug erklärt der Alpine-Pilot nach der Session: "Ich habe in der letzten Kurve das Heck verloren und bin damit im Reifenstapel gelandet."
Dazu erklärt Renndirektor Dave Greenwood: "Natürlich musste sich Franco auf den vorhandenen Grip einstellen. Er hatte FT1 verpasst, aber das passiert mit den [aktuellen Regeln] eben."
"Letztlich", so Greenwood, "befand sich das Gripniveau der Strecke noch im Aufbau, und es war zudem recht windig. Bis zu diesem Zeitpunkt war seine Runde wirklich gut und [die Zeit] wäre konkurrenzfähig gewesen. Ehrlich gesagt hat ihn das auf dem falschen Fuß erwischt."
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Folglich fehlt Colapinto vor dem Qualifying viel Zeit auf der Strecke. Wirft man einen Blick auf die andere Hälfte der Alpine-Garage, dann dürfte das letzte Wochenende vor der Sommerpause für das Team aus Enstone kein Selbstläufer werden.
So konnte Pierre Gasly FT1 und FT2 jeweils nur auf Position 14 beenden. Auf die Top 10 fehlten am Freitagnachmittag rund fünf Zehntelsekunden, während am Vormittag sogar fast eine ganze Sekunde zwischen Gasly und Liam Lawson auf Position 10 lag.
Wirft man einen Blick auf die Longrun-Pace, so liegt Gasly, basierend auf FT2, zwischen den beiden Haas-Piloten. Auf Konkurrenten wie Lawson fehlen mehr als fünf Zehntelsekunden.
In der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft liegt Alpine vor dem Rennen in Ungarn auf Position fünf. Allerdings lauern auf Position sechs bereits die punktgleichen Racing Bulls.