Frankfurt gegen Freiburg: Kein Sieger im Duell der Neu-Nationalspieler
Stand: 19.09.2026 • 18:03 Uhr
Gleich sechs neue Nationalspieler standen sich in der Fußball-Bundesliga im Duell Eintracht Frankfurt gegen den SC Freiburg gegenüber. Einen Sieger gab es nicht. Am Ende hieß es in einer Partie auf gutem Niveau 2:2 (2:1).
Younes Ebnoutalib (10. Minute) und Jonathan Burkardt (36.) hatten die Frankfurter zweimal in Führung gerbacht. Derry Scherhant (34.) und Yuito Suzuki (48.) glichen jeweils für die Freiburger aus.
Neben Ebnoutalib und Burkardt sowie dem sehr auffälligen Scherhant standen in Philipp Treu und Jannik Engelhardt (beide SCF) sowie Noah Atubolo (Frankfurt) sechs Spieler auf dem Feld, die der neue Bundestrainer Jürgen Klopp am Donnerstag in seinen Kader für die nächsten Länderspiele berufen hatte.
Diese sechs dürften sich also ohne Ressentiments Anfang der Woche beim Treffen der Nationalmannschaft begegnen.
Freiburg kann nicht gegen Eintracht gewinnen
Mit dem Remis bleiben zwei Serien bestehen: Das Team aus dem Breisgau konnte auch das neunte Spiel in Folge in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt nicht gewinnen. Die Eintracht ihrerseits wartet nun schon seit Mitte März auf einen Sieg im eigenen Stadion in der Liga.
Freiburg muss nach den ersten nicht gewonnenen Punkten die Tabellenführung dem FC Bayern überlassen. Frankfurt bleibt auf dem neunten Rang.
Hütters Umstellung bei Frankfurt greift
Eintracht-Trainer Adi Hütter hatte sich entschieden, wieder auf Viererkette umzustellen. Dadurch wurde offensiv ein Platz frei und zwar für Younes Ebnoutalib. Hütters Plan sollte schon nach zehn Minuten aufgehen. Burkardt setzte sich auf der linken Seite schön durch, passte auf Ritsu Doan, der wiederum den völlig frei stehenden Ebnoutalib bediente. Die hochgelobte Deckung der Breisgauer war ausgehebelt, und der Neu-Nationalspieler hatte keine Mühe einzuschießen.
Danach übernahmen die Freiburger die Spielkontrolle, zunächst ohne für richtig Gefahr zu sorgen. Nach gut einer halben Stunde wurde es dann aber wild. Erst nutzte Derry Scherhant, ein weiterer von Klopps neuen Hoffnungsträgern, seinen Platz auf der linken Seite. Scherhant ließ Gegenspieler Brassier alt aussehen und überwand auch Torwart Atubolo, der an den scharf geschossenen Ball nicht mehr heran kam.
Freiburger Deckung nicht im Bilde
Es dauerte jedoch nur zwei Minuten, da lagen die Hessen schon wieder vorne. Abermals war sich die Freiburger Deckung nicht im Bilde. Nach einer Ecke ließen Matthias Ginter und Co. Burkardt alleine, der aus kurzer Distanz traf. Es war bereits sein dritter Saisontreffer und das zweite Frankfurter Stürmertor des Tages.
Fast wäre den Freiburgern schon vor der Pause der Ausgleich gelungen. Doch einen gut gezirkelten Freistoß von Scherhant lenkte Atubolo mit den Fingerspitzen an den Innenpfosten. Es war stark von beiden Spielern und ein weiterer Beweis, warum sich Jürgen Klopp auch für diese beiden entschieden hatte. Die Freiburger hatten sich in dieser einen Halbzeit also schon mehr Gegentore gefangen als in den ersten drei Liga-Spielen zuvor.
Scherhant bester Freiburger gegen Frankfurt
Und es ging turbulent weiter. Wieder hatte Scherhant seinen Anteil, denn seine präzise Flanke fand genau den Fuß von Suzuki, der früh nach dem Wechsel zum 2:2 traf, zum vierten Mal in dieser Saison. Zuvor hatte sich der gerade eingewechselte Oscar Höjlund von Scherhant an der Außenlinie überrumpeln lassen.
Anschließend drängte die Eintracht auf die dritte Führung. Can Uzun hatte zwei gute Chancen, der eingewechselte Ansgar Knauff scheiterte an SCF-Keeper Mio Backhaus. Mehr gab es nicht. So blieb es beim letztlich leistungsgerechten Remis, mit dem beide Teams gut leben konnten.
Derry Scherhant (vorn, SC Freiburg) und Elias Baum von Eintracht Frankfurt
Frankfurt in Leipzig, Freiburg gegen Schalke
Frankfurt ist nach der Länderspielpause am Samstag bei RB Leipzig zu Gast (18.30 Uhr). Freiburg empfängt am Sonntagabend Schalke 04 (17.30 Uhr).