Frauen und Stadtbewohner leiden besonders: Fast jeder Dritte klagt über Hitze-Beschwerden

Stand: 13.07.2026, 18:10 Uhr

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Hitze-Studie - Laut DAK-Studie sind Frauen und Stadtbewohner statistisch häufiger von gesundheitlichen Beschwerden durch Hitze betroffen.

Hitze-Studie - Laut DAK-Studie sind Frauen und Stadtbewohner statistisch häufiger von gesundheitlichen Beschwerden durch Hitze betroffen. © iStock / AaronAmat

Fast jeder Dritte in Deutschland klagt laut DAK-Hitzereport 2026 über Beschwerden wie Erschöpfung, Kreislaufprobleme oder Schlafstörungen. Besonders betroffen sind Frauen, Stadtbewohner und Menschen in körperlich schweren Berufen.

Müdigkeit, Kreislaufprobleme, Schlafstörungen und Kopfschmerzen - hohe Temperaturen machen einem wachsenden Teil der Bevölkerung in Deutschland gesundheitlich zu schaffen. Das geht aus dem aktuellen Hitzereport der Krankenkasse DAK-Gesundheit für das Jahr 2026 hervor, der auf einer repräsentativen Online-Befragung des Meinungsforschungsinstituts forsa basiert.

Demnach berichtet mittlerweile fast jede dritte Person hierzulande von gesundheitlichen Beeinträchtigungen infolge großer Hitze. Frauen sind mit 40 Prozent nahezu doppelt so oft betroffen wie Männer mit 21 Prozent. Am häufigsten klagen 30- bis 44-Jährige über hitzebedingte Beschwerden (35 Prozent). Auch Stadtbewohner sind überdurchschnittlich betroffen: 38 Prozent von ihnen geben gesundheitliche Probleme durch Hitze an, was die Studie unter anderem mit den dort oft höheren Temperaturen erklärt.

Drei Viertel der Befragten halten Hitzeschutz für unzureichend

Besonders stark betroffen sind Menschen mit körperlich schwerer Arbeit, etwa im Handwerk, auf dem Bau oder in der Produktion (89 Prozent), sowie Beschäftigte in der Pflege (86 Prozent). Als häufigste Symptome nennen die Befragten Erschöpfung, Schlafprobleme, Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerzen. Zudem halten drei Viertel der Teilnehmenden die derzeitigen Hitzeschutzmaßnahmen für unzureichend.

Die Ergebnisse fügen sich in eine längerfristige Entwicklung ein: Laut einer gemeinsamen Auswertung von Robert Koch-Institut, Umweltbundesamt und Deutschem Wetterdienst starben allein in den Sommern 2018 bis 2020 mehr als 19.000 Menschen in Deutschland an den Folgen von Hitze. Der Deutsche Wetterdienst spricht von einer Hitzewelle ab drei aufeinanderfolgenden Tagen mit Temperaturen über 28 Grad; ab gefühlten 32 Grad warnt er vor starker, ab 38 Grad vor extremer Wärmebelastung.

Als besonders gefährdet gelten laut DAK unter anderem ältere, allein lebende Pflegebedürftige, Säuglinge, Schwangere, unter- oder übergewichtige Menschen, im Freien schwer Arbeitende, Leistungssportler, Wohnungslose sowie akut oder chronisch Kranke. Auch wer regelmäßig Alkohol oder Drogen konsumiert oder Medikamente einnimmt, die den Flüssigkeitshaushalt oder die Temperaturregulation beeinflussen, zählt zur Risikogruppe. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)