Frei Parken am Ostufer des Werratalsees
Stand: 11.07.2026, 20:00 Uhr
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Der neue Parkplatz am Ostufer des Werratalsees bei Schwebda ist fertig. Rund 100 zusätzliche Parkplätze stehen jetzt zur Verfügung.
Schwebda – Es war eine Punktlandung. Gestern Vormittag war die finale Abnahme für den neuen Parkplatz am Ostufer des Werratalsees bei Schwebda. Ab Freitagmittag kehrte der Sommer zurück und mit ihm Hitze und Badewetter. Innerhalb von 14 Tagen entstanden dort knapp 100 Parkplätze. „So kommen wir gut über die Badesaison 2026“, sagte Meinhards Bürgermeister Olaf Templin. „Wichtig ist, dass der Tourismus am See jetzt wieder funktioniert und sich für Badegäste und Paddler wieder etablieren kann.“ Er sei heilfroh, dass das Projekt auch dank der beteiligten Firmen so schnell verwirklicht werden konnte und die neuen Parkflächen eine Woche nach Beginn der Sommerferien zur Verfügung stehen.
Die Parkplätze sind kostenlos, die Zuwegung erfolgt über den Weg Richtung Naturcamp, allerdings ist hier wegen der schmalen Fahrbahn kaum Begegnungsverkehr möglich.
Am gestrigen Vormittag hatte sich noch kein Fahrzeug auf die jungfräuliche Fläche gewagt, doch wie Rafael Heuckeroth von der Gemeindeverwaltung sagte, ist der neue Parkplatz bereits auch ausgeschildert. Zugelassen sind dort ausschließlich Pkw, es gilt eine Maximalbelastung von drei Tonnen.
Nur gut zwei Monate nach der Entscheidung der Meinharder Gemeindevertretung, für die Parksituation am Ostufer eine Lösung zu schaffen, steht die Fläche nun bereit. Als es Ende Mai dieses Jahres die ersten sommerlichen Temperaturen gegeben hatte, war es dort zu einem Parkchaos gekommen. Unter anderem hatten Badegäste die Einfahrt des neuen Feuerwehrhauses zugeparkt. Die Polizei war vielfach im Einsatz.
Doch Bürgermeister Templin macht deutlich, dass der neue Parkplatz nur ein Provisorium ist und nach seinen Plänen spätestens im März oder April nächsten Jahres zurückgebaut werden wird. Dann soll ein Parkplatz identischer Größe neben dem Feuerwehrgerätehaus gebaut werden. „Dann können wir auch feststellen, ob die Fläche ausreicht“, sagt er. Wenn nicht, könne der Parkplatz in zwei weiteren Abschnitten parallel zum Radweg vergrößert werden.
Uferfläche soll vermarktet werden
Doch viel entscheidender für die Gemeinde Meinhard ist dabei die prominente Lage der Fläche, direkt hinter dem Kiosk am Ostufer. „Die Uferfläche ist viel zu wertvoll für einen Parkplatz“, sagt Templin. „Ich möchte, dass dort ein Bistro oder Café mit Ausblick auf den See entsteht“, sagt er. Gastronomisch ist Schwebda nicht mehr gut aufgestellt. Außer dem Bürgerhaus und dem Kiosk am See gibt es nach der Schließung des China-Restaurants nichts mehr.
Unmittelbar nach dem Rückbau des provisorischen Parkplatzes im nächsten Jahr will der Bürgermeister die Fläche auch in die Vermarktung geben. „Das ist das Werratalseeufer der Gemeinde Meinhard, nicht der Familie Klippert.“ Die Familie hat das Ostufer gepachtet und bewirtschaftet es, hält unter anderem das Ufer sauber, mäht den Rasen.
An Interessenten für die attraktive Fläche dürfte es nicht mangeln. Vor einigen Jahren gaben sich dort die Investoren die Klinke in die Hand – unter anderem der Betreiber der „Heimatalm“, der sich inzwischen erfolgreich in Thüringen niedergelassen hat. Die Vorhaben scheiterten samt und sonders am Widerstand des Ortsbeirates Schwebda und privaten Interessen. (Stefanie Salzmann)