Freisinger Siedlung: Erding regelt Nachverdichtung – Grünflächen sollen bleiben
Stand: 26.09.2026, 07:31 Uhr
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Der Erdinger Stadtrat hat einem neuen Bebauungsplan für das Gebiet nördlich und südlich der Lena-Christ-Straße zugestimmt. Die Grundflächenzahl wird auf 0,4 festgesetzt.
Erding – Die grüne Lunge, die sich durch die Freisinger Siedlung zieht, soll gewahrt bleiben. Das ist der Wunsch des Erdinger Stadtrats, und in diese Richtung geht auch der Bebauungsplan, den die Verwaltung den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses (SEA) für das Gebiet nördlich und südlich der Lena-Christ-Straße vorgestellt hat. Der Aufstellungsbeschluss sei „eigentlich überfällig“, meinte Oberbürgermeister Max Gotz „wegen der Situation, die wir leider in vielen Siedlungen haben: relativ große Grundstücke, völlig überbordende Beantragung, was in jeglicher Hinsicht nicht unser städtebauliches Ziel sein kann“.
Bereits im April hatte der alte Erdinger Stadtrat den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans gefasst. Ziel sei es, so heißt es aus der Verwaltung, „eine Nachverdichtung der bestehenden Wohnbebauung in einem angemessenen Maß zu steuern sowie den möglichst umfassenden Erhalt der im Gebiet vorhandenen Grün- und Freiflächen sicherzustellen“. Für den Verkehr erschlossen wird das Areal hauptsächlich aus dem Süden über die Johann-Sebastian-Bach-Straße. Inzwischen ist der Stadtrat bekanntlich neu gewählt. Auch dieser stimmte nun den Vorschlägen der Verwaltung zu. Er wird nun den Trägern öffentlicher Belange vorgestellt.
Der Entwurf sieht eine zweigeschossige Wohnbebauung vor. Dabei soll die maximale Wandhöhe bei 6,50 Meter liegen. Die Grundflächenzahl gibt an, welcher Anteil eines Grundstücks maximal mit Gebäude- und Befestigungsflächen überbaut oder versiegelt werden darf. Sie wird in diesem Fall auf 0,4 festgesetzt. Auch Tiefgaragen sind laut Plan künftig möglich, allerdings nur innerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen. Ansonsten seien Stellplätze ausschließlich auf den im Bebauungsplan vorgesehenen Flächen oder innerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen zulässig.
„Ich habe mich bei den Leuten aus dem alten Bestand umgehört. Und es wird schon begrüßt, dass wir das jetzt regeln, weil man jetzt schon keine Parkplätze findet“, sagte Petra Bauernfeind (FW). „Auch ich habe diese Rückmeldung bekommen“, bestätigte Gotz und bat darum, „dass wir den Weg weitergehen werden, den wir in den 1990er Jahren begonnen haben, weil hier riesengroße Grundstücke da sind, die man leicht ausbauen kann. Der Stadtrat hat es geschafft, trotz der Bebauung eine grüne Lunge zu bewahren bis zum heutigen Tag.“
Wenn die Bauräume im Extremfall ausgenutzt werden, könnten dann trotzdem größere Riegel entstehen, „oder können wir das runterregulieren?“, wollte Thomas Bauer (CSU) wissen. „Das haben wir nicht in der Hand“, antwortete Gotz. „Wenn ein Eigentümer alle Grundstücke kauft und das Baurecht dazu hat, kann er im Rahmen dessen bauen, was wir festsetzen.“