Freiwillige Feuerwehr posiert mit Siegmund: Bürgermeister „fassungslos“

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Weniger als einen Monat vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt lösen Szenen aus der Kleinstadt Egeln eine Debatte aus: Die Aufnahmen von vergangenem Freitag zeigen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr gemeinsam mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Dabei schüttelt Siegmund den Feuerwehrmännern auf dem Marktplatz die Hände und spricht seinen Dank aus. Es folgt ein Gruppenfoto vor dem Einsatzwagen.

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Der Anblick schlägt nicht nur im Netz hohe Wellen – auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde reagiert mit deutlicher Kritik auf das Bild. In einem Beitrag auf Facebook schreibt Michael Stöhr: „Die Bilder vom vergangenen Freitag auf dem Marktplatz in Egeln haben mich fassungslos gemacht. [...] Als Verbandsgemeindebürgermeister und Dienstherr der Freiwilligen Feuerwehr stelle ich ausdrücklich klar, dass ein solches Verhalten von Mitgliedern unserer Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz nicht hingenommen werden kann.“

Einsatzkräfte hätten sich politisch neutral zu verhalten, wenn sie als solche erkennbar seien. Die Bevölkerung müsse sich darauf verlassen können, dass die Feuerwehr unabhängig von der politischen Einstellung, Religion oder Herkunft Hilfe leiste, so Stöhr weiter. Stöhrs Reaktion stieß in den sozialen Medien allerdings auf großen Widerspruch.

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Siegmund postet auf seinen Social-Media-Kanälen regelmäßig Fotos und Videos, die ihn im Kontakt mit der Bevölkerung zeigen. Für Diskussionen hatte bereits ein Video gesorgt, das an einem Infostand der Bundeswehr entstanden war.

dpa