Freude in Frankfurt, Darmstadt und Mainz: Rhein-Main-Unis dürfen sich ab 2027 Exzellenzuniversität nennen
Stand: 05.10.2026, 19:38 Uhr
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Der Verbund aus Frankfurt, Darmstadt und Mainz erhält den begehrten Exzellenztitel. Die Universitäten in Gießen und Marburg gingen hingegen bei der Bewerbung leer aus.
Darmstadt/Frankfurt/Mainz – Dutzende Wissenschaftler:innen und Politiker:innen, die jubelnd ihre Hände in die Höhe reißen, sich in den Armen liegen und Schals wie in einem Stadion rotieren lassen, sieht man selten in einem Senatssaal einer Universität. Die Freude über die Bekanntgabe, dass sich der Verbund der drei Rhein-Main-Universitäten (RMU) in Frankfurt, Darmstadt und Mainz von 2027 an mit dem Titel „Exzellenzuniversität“ schmücken darf, ist auch zum Auftakt der Woche noch nicht abgeklungen.
Die Frankfurter CDU-Fraktion teilte am Montag mit, der Exzellenztitel stärke Frankfurt „im Wettbewerb um die besten Köpfe“. Ausgezeichnete Hochschulen seien „ein entscheidender Faktor für Fachkräfte und Innovation“, äußerte der personalpolitische Fraktionssprecher Frank Nagel. Die erfolgreiche RMU-Bewerbung in der Exzellenzstrategie zur Förderung von Spitzenforschung sei „ein wichtiges Signal für Frankfurt und die Region“, so Nagel.
Aus Sicht des Darmstädter Oberbürgermeisters Hanno Benz (SPD) ist die Würdigung der drei Hochschulen als Exzellenzverbund „eine besondere Anerkennung für die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der beteiligten Universitäten“. Sie zeige, welches Potenzial in einer Zusammenarbeit in der Region bestehe. Mit der Auszeichnung könnten die drei Standorte künftig auch „ihre Rahmenbedingungen für Spitzenforschung ausbauen“, so Benz.
In der Auszeichnung sieht er einen „Mehrwert“ für die Darmstädter Stadtgesellschaft. Die Stadt, die seit 1997 den Ehrentitel „Wissenschaftsstadt“ führt, werde „in besonderer Weise von einer starken und international sichtbaren TU profitieren“. Für die Stadt sei die Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft von besonderem Wert, die nun im Exzellenzverbund weiter ausgebaut werden könne, so Benz.
Hochschulen in Mittelhessen kooperieren weiter
Die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Philipps-Universität Marburg, deren Bewerbung hingegen keinen Erfolg hatte, teilten mit, sie wollten auch ohne den Titel Exzellenzuniversität künftig den Wissenschafts-, Innovations- und Wirtschaftsstandort Mittelhessen stärken und weiterentwickeln.
Beide Universitätspräsidien seien sich einig darin, dass die seit mindestens drei Jahrzehnten etablierte Zusammenarbeit zwischen den beiden Unis in Gießen und Marburg – unter enger Einbeziehung der Technischen Hochschule Mittelhessen – durch den Wettbewerb „ein neues Niveau erreicht“ habe.