Freundeskreis Kirchenmusik Nidda feiert 25 Jahre
Stand: 14.10.2026, 01:00 Uhr
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Der Verein wurde 2001 von 17 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen, um Konzerte und Chorarbeit zu fördern. Axel Kaiser wurde als erster Vereinsvorsitzender zum Ehrenmitglied ernannt.
Nidda – Viele Erinnerungen sind ausgetauscht worden, als der Freundeskreis Kirchenmusik an der Stadtkirche Nidda im Johannes-Pistorius-Haus sein 25-jähriges Bestehen gefeiert hat. Vorsitzender Stefan Betz erinnerte daran, dass sich Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Nidda Ende der 1990er-Jahre neben der Literaturreihe „Nidda literarisch“ auch eine Konzertreihe mit klassischem Schwerpunkt gewünscht hatten. Der damalige Dekanatskantor Christian Richter griff die Idee auf.
Anfang 1999 trafen sich Delegierte der evangelischen Kirchengemeinde, der Stadt Nidda und der Volksbank Nidda, um ein Konzept zu entwickeln. Zu den Beteiligten gehörten neben Richter die Kulturmanagerin Heidelore Ocken-Wilisch, die Kommunalpolitiker Georg Wegner und Karlheinz Haas sowie ein Vertreter der Bank. Richter übernahm die Organisation der neuen Konzertreihe „Nidda in Concert“, Ocken-Wilisch gestaltete die Werbematerialien. Noch im selben Jahr fanden die ersten vier Konzerte statt.
Zwei Jahre später hoben 17 Gründungsmitglieder den Freundeskreis aus der Taufe, um die Konzertreihe und die kirchenmusikalische Arbeit organisatorisch und finanziell zu unterstützen. Betz verlas einen Grußbrief von Heidelore Ocken-Wilisch, die an die gute Zusammenarbeit mit Christian Richter sowie dessen Nachfolgerinnen Daniela Brinkmann und Katrin Anja Krauße erinnerte.
Die Ehrungen machten zugleich die Vereinsgeschichte sichtbar. Für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten zahlreiche Mitglieder eine Urkunde und einen CD-Gutschein mit Orgelmusik der Niddaer Eule-Orgel. Als erster Geehrter wurde Axel Kaiser zum Ehrenmitglied ernannt. Als Nachfolger des Gründungsvorsitzenden Karlheinz Schaumburg stand er zwölf Jahre lang an der Spitze des Vereins.
Zahlreiche Ehrungen
Gerade in der Vakanz nach dem Stellenwechsel Daniela Brinkmanns und vor dem Dienstantritt Katrin Anja Kraußes war die Unterstützung des Vereins gefragt. Kaiser erinnerte an besondere Ereignisse der vergangenen Jahre. Dazu gehörte das glanzvolle Gastspiel des Ensembles „Chanticleer“ im Jahr 2015 ebenso wie ein Auftritt des Dresdner Kinderchores.
Für die Unterbringung der jungen Sänger hatten viele Niddaer Familien ihre Häuser geöffnet. Drei Mädchen nahm Kaiser kurzfristig bei sich auf, seine Frau bewirtete sie. Ein Defekt an der Warmwasserversorgung sorgte zwar für ungeplante Aufregung, als eines der Mädchen gerade unter der Dusche stand. Nachdem sie sich aufgewärmt hatte, wurde es doch noch ein schöner Abend.
Als weiteren Höhepunkt nannte Kaiser die Einweihung der Eule-Orgel im Jahr 2018 mit einer Festwoche und der „Langen Orgelnacht“ als Abschluss.
Eine Pistorius-Rose erhielt Pfarrerin Hanne Allmansberger. Edith Hössl wurde für 25-jährige Mitgliedschaft sowie für zehn Jahre als stellvertretende Vorsitzende ausgezeichnet. Christian Richter, ebenfalls unter den Geehrten, überbrachte die Grüße seiner Frau Sybil. Er betonte, dass die große Unterstützung aus der Bevölkerung maßgeblich zum Erfolg des Orgelprojekts beigetragen habe. Zudem freute er sich über die Arbeit des Freundeskreises. „Nidda ist ein gutes Pflaster dafür“, sagte er.
Zu den weiteren Gründungsmitgliedern zählen Waltraud Ritter, die 14 Jahre lang stellvertretende Vorsitzende war, sowie Dr. Andreas Ritter. Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft wurden außerdem Gunhild Richter, Ingrid Sopp, Gundula Wagner, Gretel Pasternak, Christina Grünwald, Brigitte Kritzler, Karin Eckhardt, Anni Appel, Brigitte Kraft, Gisela Schulte, Hubertus Ellerhusen, Heidelore Ocken-Wilisch und Elfriede Maresch geehrt.
Betz erinnerte daran, dass der Freundeskreis nicht nur die Bewirtung bei Konzertveranstaltungen übernimmt, sondern auch die Chorarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unterstützt. Die Konzertreihe sei bis heute eine gemeinsame Kulturinitiative der evangelischen Kirchengemeinde, des Freundeskreises, des Kulturmanagements der Stadt Nidda, der katholischen Pfarrgemeinde Liebfrauen und der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen. Insgesamt habe sich der Verein in den vergangenen 25 Jahren zu einer wichtigen Stütze des kirchenmusikalischen Lebens in Nidda entwickelt.