Friedlicher Verlauf von grenzüberschreitendem CSD in Görlitz-Zgorzelec
Hunderte Teilnehmer
von MDR SACHSEN
Stand: 26.09.2026 19:17 Uhr
In der Europastadt Görlitz-Zgorzelec ist am Sonnabend der Christopher-Street-Day gefeiert worden. Rund 750 Menschen nahmen nach Angaben der Polizei an der Parade teil. Auf einer vier Kilometer langen Route zogen sie durch beide Städte und demonstrierten für Vielfalt, Gleichberechtigung und Akzeptanz. Der CSD ist weltweit ein Symbol für die Rechte queerer Menschen.
Verstöße gegen Versammlungsgesetz, Verdacht auf Volksverhetzung
Insgesamt zog die Polizei ein positives Fazit. Die Versammlungen seien weitgehend störungsfrei verlaufen. Unter den Teilnehmern der CSD-Demonstration werde gegen drei Personen ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Vermummungsverbot sowie des Verdachts auf Sachbeschädigung, wie die Polizei am Abend mitteilte.
Bei einer angemeldeten Gegendemonstration zählte die Polizei etwa 65 Personen. Hier stellte die Polizei sieben Verstöße gegen das Versammlungsverbot fest. Gegen eine Person wird wegen des Verdachts auf Volksverhetzung ermittelt.
An einem Gegenprotest beteiligten sich laut Polizei rund 65 Personen.
Breites Polizeiaufgebot im Einsatz
Neben Beamten der Polizeidirektion Görlitz war die Bundespolizei, die Bereitschaftspolizei, Kräfte des Präsidiums für Service und Informationstechnik, der polnischen Polizei und der PD Chemnitz im Einsatz.
Streit um "Picknick der Vielfalt"
Im Vorfeld des Görlitzer CSD hatte es einen Rechtsstreit zwischen dem Veranstalter und der Versammlungsbehörde gegeben. Dabei ging es um darum, ob das "Picknick der Vielfalt" als politische Demonstration gewertet wird oder nicht. Kurz vor dem CSD wurde dem Einspruch der Organisatoren stattgegeben.
MDR (dkö)
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