Bundesliga: Früher Doppelschlag ebnet Salzburg Sieg

Bundesliga

Ein früher Doppelschlag hat Red Bull Salzburg am Sonntag in der dritten Runde der Admiral Bundesliga ein 3:0 im Westderby bei der WSG Tirol geebnet. Nach zwei Pflichtspielremis kehrten die „Bullen“ auf die Siegerstraße zurück und feierten eine erfolgreiche Generalprobe vor dem Play-off-Hinspiel zur Europa League am Donnerstag bei Mjällby. Bedanken durften sich die „Bullen“ auch bei Goalie Christian Zawieschitzky, der sich mit mehreren Glanzparaden auszeichnete.

Online seit heute, 19.00 Uhr

(Update: 20.13 Uhr)

Karim Konate brachte die Salzburger nach einer Ballstafette und schöner Vorarbeit von Frans Krätzig mit einem satten Schuss ins kurze Eck bereits in der 15. Minute mit seinem zweiten Ligatreffer in Führung. Nur zwei Minuten später legte der Assistgeber selbst das 2:0 für die Gäste per Abstauber nach. Die WSG kratzte noch vor der Pause mehrmals am Anschlusstreffer, Pech und Junggoalie Zawieschitzky verhinderten aber das 1:2.

In der 30. Minute scheiterte Lukas Hinterseer bei einem Schuss zunächst an der Stange. In der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte fand der Offensivmann dann bei einem Handelfmeter ebenso im 19-jährige Salzburger Schlussmann seinen Meister wie Marc Striednig beim Nachschuss. Für die endgültige Entscheidung sorgte schließlich Sota Kitano, der nach einem Patzer der WSG-Defensive und Pass von Abubakr Barry zum 3:0 (70.) traf.

Salzburg zurück auf der Siegerstraße

Red Bull Salzburg hat am Sonntag in der dritten Runde der Admiral Bundesliga einen 3:0-Auswärtssieg bei der WSG Tirol gefeiert. Nach zwei Pflichtspielremis kehrten die „Bullen“ damit auf die Siegerstraße zurück. Gleichzeitig war die Partie die Generalprobe für das Europa-Cup-Play-off bei Mjällby am Donnerstag.

Salzburger Rotation nach Schlagabtausch

Salzburg-Trainer Danny Röhl rotierte nach dem intensiven Europacup-Gastspiel in Zypern am Donnerstag gewaltig. Im Vergleich zum 3:3 bei Pafos blieben nur Tormann Christian Zawieschitzky, Innenverteidiger Valentin Zabransky, Mittelfeldspieler Barry sowie die Offensivakteure Damir Redzic und Yorbe Vertessen in der Startelf. Dreifachtorschütze Haris Tabakovic bekam genauso eine Pause wie Kapitän Nikolas Veratschnig.

Bei den Tirolern gab es gegenüber dem 1:3 in Altach zwei Änderungen. Marc Striednig durfte sich im zentralen Mittelfeld anstelle von Nemanja Celic versuchen, Thomas Goiginger bekam auf der Zehnerposition anstelle des konditionell nicht auf Topniveau befindlichen Nikolai Baden Frederiksen den Vorzug. Die Tiroler hielten in der Anfangsviertelstunde dagegen. Schon nach wenigen Sekunden ging ein Schuss von Hinterseer drüber.

Krätzig glänzt mit Assist und Tor

Nachdem auf der anderen Seite Edmund Baidoo an Salko Hamzic gescheitert war (6.) und Konate danebengeschossen hatte (10.), wurde in der 14. Minute ein Satin-Abschluss auf WSG-Seite gerade noch über das Tor gelenkt. Fast unmittelbar danach schalteten die Salzburger schnell um, und Konate knallte den Ball nach Krätzig-Vorarbeit hoch ins kurze Eck. Der Assistgeber fixierte gleich den Doppelschlag. Satin klärte eine Redzic-Hereingabe Richtung eigenen Tormann, von dort landete der Ball glücklich beim Salzburg-Linksverteidiger, der profitierte.

Schon nach 22 Minuten musste Veratschnig früher als geplant in die Partie, da Leandro Morgalla wegen Knieproblemen w. o. geben musste. Gleich darauf scheiterte Redzic an Hamzic (23.). Sonst waren aber die Gastgeber gefährlicher, belohnten sich aber nicht. Ein Hinterseer-Chip ging an die Stange (30.), der quirlige Michael Olakigbe scheiterte an Zawieschitzky (31.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte blockte Zabransky einen Striednig-Schuss im Strafraum vermeintlich mit der Hand, Hinterseer scheiterte mit dem Strafstoß aber genauso am Salzburg-Goalie wie Striednig, dessen Nachschuss im Rutschen via Stange geklärt wurde.

Ungeschlagene WSG-Heimserie endete

Nach dem Seitenwechsel gingen es die Salzburger ruhiger an und hatten auch kaum Mühe, den Vorsprung zu verwalten. Selten, aber doch setzten sie bei zum Teil strömenden Regen offensiv noch Akzente. Barry erkämpfte im Zweikampf mit Gschösser den Ball und bediente „Joker“ Kitano, der Hamzic bezwang. Letzterer bewahrte sein Team bei einem Veratschnig-Volley vor einem noch höheren Rückstand (74.). Nach dem erstmaligen Punkteverlust beim 1:1 beim WAC schrieben die Salzburger damit gleich wieder voll an.

Für die weiter sieglosen Tiroler ging eine Serie von fünf ungeschlagenen Heimspielen zu Ende. Und das am Ende einer Woche, in der es auch im Kampf um die Modernisierung des Stadions in Wattens einen Rückschlag gegeben hatte.

Stimmen zum Spiel:

Philipp Semlic (WSG-Trainer): „Dass der Sieg von Salzburg verdient ist, darüber brauchen wir nicht reden, aber meine Mannschaft hat es sehr gut gemacht. Fünf Topchancen und ein Elfmeter, da musst du einfach ein Tor machen, um gegen Salzburg eine Chance zu haben. Wir trauern dem daher ein bisschen nach. Nervös bin ich noch nicht, ich kenne den Verein, wir müssen nur die Kirche im Dorf lassen. Dass dieses Transferfenster schwierig ist für uns, haben wir gewusst. Ich bin aber überzeugt, dass der Sportdirektor noch die richtigen Dinge machen wird, Spieler kommen werden, die auch zu uns passen.“

Danny Röhl (Salzburg-Trainer): „Es war ein Sieg mit Licht und Schatten. Wir haben gut begonnen, waren dann eiskalt vor dem Tor, hatten aber nach dem 2:0 eine Phase, wo wir den Gegner zu sehr ins Spiel reinkommen lassen und Chancen zulassen. Zur Halbzeit könnte es auch 6:3 stehen, das war mir hinten einen Ticken zu offen. Dann haben wir es sehr seriös runtergespielt, machen ein drittes Tor, und es wäre auch ein viertes oder fünftes möglich gewesen. Gerade in den letzten 15 Minuten hätte ich mir gerade nach dem Spiel am Donnerstag mehr Kontrolle gewünscht, dass wir den Gegner gar nicht mehr an den Ball kommen lassen, diesen einfach laufen lassen. Da müssen wir uns hin entwickeln. Am Ende nehmen wir die drei Punkte nach einer Partie auf einem sicherlich nicht einfach zu bespielenden Platz gerne mit. Ich bin natürlich sehr, sehr zufrieden, dass wir drei Tore erzielt haben.“

Admiral Bundesliga, dritte Runde

Sonntag:

WSG Tirol – Salzburg 3:0 (2:0)

Innsbruck, Tivoli Stadion, 3.772 Zuschauer, SR Ciochirca

Torfolge:
0:1 Konate (15.)
0:2 Krätzig (17.)
0:3 Kitano (70.)

WSG Tirol: Hamzic – Murray, Boras, Kubatta, Gschösser (71./Jaunegg) – Satin (46./Celic), Striednig – Balic (82./D. Gugganig), Goiginger (71./Baden Frederiksen), Olakigbe – Hinterseer (82./Wieser)

Salzburg: Zawieschitzky – Morgalla (22./Veratschnig), Drexler, Zabransky, Krätzig (68./Schmid) – Barry, Kjaergaard – E. Baidoo (61./A. Camara), Konate, Redzic (61./Mazurek) – Vertessen (46./Kitano)

Gelbe Karten: Gschösser, Olakigbe, Celic bzw. Keine