Führungswechsel bei der AWO in Au: Günter Herdin ist neuer Vorsitzender
Stand: 26.09.2026, 18:00 Uhr
Kommentare

Die Auer Arbeiterwohlfahrt hat einen neuen Vorsitzenden: Günter Herdin, der von 2008 bis 2016 Kreischef war, steht nun an der Spitze des Ortsverbands.
Au/Hallertau – Einen Führungswechsel gibt es bei der Auer Arbeiterwohlfahrt (AWO): Zum neuen Vorsitzenden wählten die zehn anwesenden Mitglieder jüngst einstimmig den bisherigen Vize Günter Herdin. Der 51-Jährige tritt damit die Nachfolge des AWO-Urgesteins Günter Lilienthal an, der bei der Versammlung im Rosenwirt wegen Krankheit fehlte. Herdin, der im Ortsteil Osseltshausen wohnt, ist kein Unbekannter. Er ist in der gemeindlichen Mittagsbetreuung tätig, führte von 2008 bis 2016 sogar schon den AWO-Kreisverband und war von 2023 bis 2026 für die FWG Mitglied im Auer Marktrat.
Als Versammlungsleiter begrüßte Herdin Bürgermeister Holger Nick sowie den Freisinger AWO-Vorsitzenden Michael Weindl. Aufgrund von Krankheit musste Herdin hingegen Daniela Freilinger entschuldigen, die sich eigentlich in ihrer neuen Funktion als Ansprechpartnerin für pflegende Angehörige von Demenzkranken vorstellen wollte.
Gekommen waren auch die hauptamtliche Vorständin Sandra Funke sowie die Vorsitzende des Präsidiums, Gertrud Eichinger, vom AWO-Kreisverband Erding. Denn die beiden Kreisverbände Erding und Freising sollen künftig eng zusammenarbeiten. Funke und Eichinger informierten über diesen Entschluss, wodurch auf Dauer eine zukunftsorientierte Ausrichtung und eine stabile Entwicklung der Hilfsorganisation auf regionaler Ebene erhalten werden sollen. Der Zusammenschluss zu einem erweiterten Wirkungsgebiet stärke die Struktur, von der dann Mitglieder, Ehrenamtliche und Partner gleichermaßen profitieren sollen, so die beiden AWO‑Verantwortlichen. Ähnliche Veränderungen gab es auch schon in anderen Landkreisen wie dem Zusammenschluss der beiden AWOs von Dachau und Fürstenfeldbruck. Trotz des Zusammenschlusses soll der Fokus aber auch auf kleineren Ortsverbände wie in Au bleiben.
Hilfsorganisationen wie die AWO, die für andere da seien, halten die Gesellschaft am Leben, drückte Bürgermeister Holger Nick seine Wertschätzung aus. Über die AWO-Aktivitäten vom Vorjahr, die vom Tagesausflug nach Bamberg bis hin zur Adventfeier reichten, gab Herdin Rückschau. Fester Bestandteil sei auch der monatliche Bingo-Nachmittag beim Rosenwirt, der den Teilnehmern mit Kaffee und Kuchen versüßt werde, so Herdin. Mit „Kinder-Bingo“ beteiligte sich die AWO auch am Ferienprogramm. Fixer Termin sei jeden letzten Mittwoch im Monat das Treffen mit Angehörigen von Demenzkranken im örtlichen Vhs-Raum.
War hier bisher Dina Zutz als AWO-Ansprechpartnerin verantwortlich, so wird diese Aufgabe künftig von Daniela Freilinger übernommen, so Herdin. Guten Anklang fände auch die jährliche Päckchen-Aktion kurz vor Weihnachten, bei der Bewohner der Altenheime in Au, Moosburg und Nandlstadt mit selbst zusammengestellten Paketen beschenkt werden. Die jährliche Sammlung brachte 2025 870 Euro ein, wovon 609 Euro beim Auer Ortsverein verbleiben. Aktuell zählt die Auer AWO 40 Mitglieder, darunter die drei Neuzugänge Tina Wiesheu, Helga Seebacher und Doris Nowak.
Dank guter Vorbereitung verliefen die Neuwahlen reibungslos. Neuer Vorsitzender ist Günter Herdin, der künftig von Attenkirchens Bürgermeister Mathias Kern als Vize unterstützt wird. Schriftführerin bleibt Heidi Spitzer, neue Schatzmeisterin wurde Tanja Besner. Das Beisitzer-Trio besteht aus Günter Lilienthal, Wolfgang Besner und Doris Nowak. Die bisherigen Revisoren Renate Lilienthal und Herbert Spitzer bleiben in ihren Ämtern.