Fürsorge statt System: Diana überließ Kids nicht dem Palast
Stand: 29.09.2026, 13:50 Uhr
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Freizeitparks und Fastfood: Diana wollte ihren Söhnen William und Harry ein Leben jenseits der Palast-Regeln ermöglichen.
Prinzessin Diana (†36) wollte ihre Söhne Prinz William (44) und Prinz Harry (42) unter keinen Umständen nach den strengen Regeln des britischen Königshauses aufwachsen lassen. Statt die Prinzen überwiegend dem Palastpersonal zu überlassen, setzte sie bewusst auf mütterliche Nähe, offen gezeigte Zuneigung und einen möglichst normalen Familienalltag.
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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit promiflash.de
Royalautorin Ingrid Seward beschreibt in ihrem Buch „Catherine & Diana: Das Leben und Erbe zweier königlicher Ikonen“, wie entschieden die verstorbene Prinzessin dabei vorging: „Sie würde ihr Kind nicht dem antiquierten royalen System überlassen, dem ihr Mann ausgesetzt gewesen war.“ Dass sie damit innerhalb des Palastsystems immer wieder anecken würde, nahm sie offenbar in Kauf. Für Diana stand fest, dass ihre Kinder nicht in erster Linie von Nannys und Hauslehrern geprägt werden sollten, sondern von ihr selbst. Die Prinzessin wollte eine Mutter zum Anfassen sein – und nicht bloß eine Figur, die den Nachwuchs zu festgelegten Zeiten sah.

Ein Grund für ihre Haltung soll ihr Blick auf die Kindheit ihres damaligen Ehemanns gewesen sein. Laut Ingrid Seward war sie überzeugt, dass die distanzierte Erziehung des heutigen Königs Charles III. (77) dessen Fähigkeit beeinträchtigt habe, emotional offen und ehrlich zu sein. Aus ihrer Sicht habe ihm in Kindheitstagen die Fürsorge seiner Mutter gefehlt. Die Autorin ordnet allerdings ein, dass Queen Elizabeth II. (†96) den Thron bestieg, als Charles gerade einmal drei Jahre alt war, und ihre Pflichten als Monarchin sie stark beanspruchten. Er und seine Schwester Prinzessin Anne (76) wurden deshalb oftmals von Kindermädchen betreut. Genau dieses Konzept lehnte Diana für William und Harry ab. Sie wollte ihren Söhnen jene Geborgenheit schenken, die ihr Mann ihrer Auffassung nach vermisst hatte. „Es war ihr egal, wie viele Menschen sie verärgerte oder wem sie auf die Füße trat“, heißt es dazu in „Catherine & Diana“. Zum Alltag der Prinzen gehörten deshalb Ausflüge in Freizeitparks, Besuche in Fastfoodrestaurants und Dianas Teilnahme an den Sportfesten der Schule.
Trotz der vielen gemeinsamen Kindheitserlebnisse und der engen Verbindung entwickelten sich die Brüder später in unterschiedliche Richtungen. William wurde früh auf seine künftige Rolle als Thronfolger vorbereitet und orientierte sich stärker an den royalen Traditionen. Harry galt dagegen als extrovertierter und schlug einen weniger konventionellen Weg ein. Bei der Erziehung ihrer eigenen Kinder kommen beide allerdings wieder stark nach ihrer Mutter Diana. William, der mit seiner Frau Prinzessin Kate (44) drei Kinder hat, und Harry, der mit Herzogin Meghan (45) zwei Kinder großzieht, setzen dem Buch zufolge auf eine aktive und nahbare Elternrolle. Dazu zähle die persönliche Beteiligung am Schulalltag ebenso wie offen gezeigte Zuneigung. Außerdem sei es den Prinzen ein Anliegen, ihren Kindern auch Herausforderungen außerhalb der privilegierten Palastwelt näherzubringen – ganz so, wie Diana es einst bei ihnen tat.