„Ganz anders vorgestellt“: Kaulitz-Brüder an der Mosel enttäuscht – Sie lästern über ihren Kurztrip
„Ganz anders vorgestellt“ Kaulitz-Brüder an der Mosel enttäuscht – Sie lästern über ihren Kurztrip
Cochem · Sie hatten ihre Fans schon neugierig gemacht. Denn Tom und Bill Kaulitz sprachen in ihrem Podcast von einem Besuch an der Mosel. Nun zeigt ihre Netflix-Doku, was sie erlebt haben.
27.07.2026 , 06:35 Uhr
Auf Netflix sind Tom und Bill Kaulitz mit der dritten Staffel ihrer Doku-Serie zurück.
Foto: Felix Hörhager
Was würden die beiden Promis wohl erleben, wenn sie einen Kurztrip an die Mosel machen? Bisher war nicht genau bekannt, was dort Ende vergangenen Jahres geschehen ist. Doch nun haben Tom und Bill Kaulitz gezeigt, wie ihr Besuch in Cochem abgelaufen ist. Scharfzüngig kommentieren die Musiker das Geschehen in ihrer Netflix-Doku.
Es ist die inzwischen dritte Staffel von „Kaulitz & Kaulitz“, die nun auf Netflix verfügbar ist. In Folge sieben geht es plötzlich an einen Ort, den die beiden Superstars selbst nicht auf dem Zettel hatten. Schon die Aussprache der Stadt Cochem erklärt sich nicht von selbst. „Es klingt erst mal nicht deutsch“, meint Tom. Bill hingegen versucht sich selbstsicher an Geografie: „Das ist bei Bielefeld und Koblenz.“
„Kaulitz & Kaulitz“ an der Mosel: Das Ziel ist das Mittelalter
Kaum haben sie einen Blick auf Cochem geworfen, wissen sie aber: Die Reise hat sich gelohnt. „Es gibt die kleine Mosel und du hast eine wunderschöne Ritterburg“, weiß Tom zu berichten. „Ein ganz süßes Örtchen.“
Und was hat die Brüder nun aus ihrer Wahlheimat Los Angeles hierher verschlagen? Sie wollen mehr Zeit mit Ihrer Mutter und deren Lebensgefährten Werner verbringen. Sie wissen, dass ein Mittelalter-Erlebnis genau das Richtige für Werner ist. An der Mosel sind sie auf den Spuren der Geschichte. Neben Werner soll auch Tom auf der Reichsburg Cochem zum Ritter geschlagen werden. Am Abend wird es also einen Grund zum Feiern geben. Das ist ganz schnell klar.
Doch vor den Spaß hat der liebe Gott das Kulturprogramm gesetzt. Mit einer historischen Führung durch die Burg haben die Zwillinge bei ihrer Ankunft offenbar nicht gerechnet. Ereignissen aus längst vergangenen Jahrhunderten lauschen? Da werden die Gesichter bei den Kaulitz-Brüdern immer länger. Sie hatten wohl damit gerechnet, dass direkt das wilde Feiern beginnt.
In Cochem bricht die Langeweile aus
„Bill interessiert das Ganze natürlich überhaupt nicht“, erklärt Tom. „Aus Höflichkeit versuchen wir natürlich beide immer, den Leuten ein gutes Gefühl zu geben.“ Sein Gesichtsausdruck war dafür allerdings auch nicht geeignet.
Was sich die Promis erhofft haben, lassen sie etwas später durchblicken. Als die abendliche Burgparty an der Mosel ansteht, gibt es ein klares Bild im Kopf. „Ich stelle mir das auch so richtig dreckig vor“, berichtet Tom im Nachhinein über seine damaligen Erwartungen. „Dass alle so besoffen sind, dass sie überhaupt nicht mehr laufen können. Dass es da richtig wild zur Sache geht in Cochem.“ Es sollte anders kommen, aber nicht bevor die Zwillinge weiteren Grund zur Beschwerde gefunden haben.
Viel Anlass für Lästereien an der Mosel
Ein Raum voller Kostüme für ihren Mittelalterabend steht bereit. Die Kaulitz-Reisegruppe greift zu, und wieder sind es die gleichen Promis, die alles irgendwie seltsam finden. „Die stinken!“, ruft Bill nach einem Schnüffeln an den Klamotten aus. Tom wendet sich angewidert ab. Das ist nicht der Luxus, der auf der Wunschliste stand. „Wir haben natürlich erwartet, dass originale Umhänge und historische Teile da hängen, mit denen man sich anzieht und verkleidet“, macht Bill klar. „Tom sieht aus wie ... wirklich Kindergarten.“ Aber immerhin: Werner ist gut drauf.
Den Tipp für dieses Event hatten „Kaulitz & Kaulitz“ von einem Freund bekommen. „Life changing“, sollte es angeblich sein – also lebensverändernd. Stattdessen wirken die Musiker von Tokio Hotel wie die Beifahrer ihres eigenen Lebens vor der Kamera.
Bill schildert das folgende Erlebnis: „Wir gehen da rein, die Einzigen die verkleidet sind, und der Rest ist ein Kegelverein aus Köln.“ Ob Köln das Problem ist oder das Kegeln, bleibt leider ungeklärt. Tatsächlich treffen die Brüder aber auf einen gut gefüllten Raum, in dem viele fröhliche Menschen auf den Festschmaus warten.
Das hatten sich die Kaulitz-Brüder anders vorgestellt
Was in Cochem gefilmt wurde, war offensichtlich die Ritter-Gasterey auf der Reichsburg. An einzelnen Terminen im Monat kann hier jeder seine Träume vom Mittelaltergelage in die Tat umsetzen. 64 Euro kostet der lustige Abend für Erwachsene. Und so bestand die Kulisse wohl nicht aus bezahlten Darstellern für das Amüsement der Promis. Ob es das einfache Volk war, das den Brüdern nicht ins Bild gepasst hat? Das wäre wohl eine zu böse Spekulation.
Toms nächste Worte stehen jedenfalls für vieles, was an diesem Tag geschehen ist: „Habe ich mir ganz anders vorgestellt.“
Und was meint der Mann, für den die ganze Reise stattfindet? Werner findet’s gut! Ein Abend mit mittelalterlichem Klamauk – und das auf einer echten Reichsburg. Damit kann man offenbar doch Spaß haben. Die folgenden Bilder legen nahe, dass der Alkohol bald bei allen Beteiligten die Stimmung verbessern konnte. Werner und Tom werden zu Rittern geschlagen. Ende gut, alles gut. Nur die Chancen auf einen Wiederbesuch erscheinen eher gering.