Gartner: DRAM-Preise verfünffacht, PC-Markt bricht ein - Golem.de
Die Speicherkrise zieht den gesamten PC-Markt nach unten. Weil Hersteller die Preiserhöhungen direkt an die Käufer weiterreichen, sinken die Auslieferungen auf das Niveau von Anfang 2023.
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Die weltweiten PC-Auslieferungen sind im dritten Quartal 2026 auf insgesamt 55,4 Millionen Einheiten gefallen, ein Rückgang von 22,4 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2025. Das gaben die Gartner-Technologieanalysten am 12. Oktober 2026 nach vorläufigen Marktzahlen bekannt(öffnet im neuen Fenster). "Die DRAM-Kosten haben sich im zweiten Quartal im Jahresvergleich verfünffacht. Die Auswirkungen der gestiegenen Kosten für Speicher- und Storage-Komponenten spiegeln sich inzwischen vollständig in den PC-Preisen wider", sagte Namrata Banerjee, Principal Research bei Gartner.
Die PC-Hersteller gaben die höheren Komponentenpreise an die Kunden weiter, was im dritten Quartal zu dem starken Rückgang der PC-Auslieferungen führte.
Ein Niveau, das zuletzt Anfang 2023 erreicht wurde
"Die PC-Auslieferungen sind auf ein Niveau gesunken, das zuletzt Anfang 2023 erreicht wurde, allerdings bei deutlich anderen Marktdynamiken", erklärte Banerjee weiter. "Der Rückgang im dritten Quartal 2026 war nicht auf Überbestände zurückzuführen, sondern auf höhere Preise, die Priorisierung knapper Komponenten durch die Hersteller sowie eine Verschiebung hin zu teureren Konfigurationen", sagte sie.
Das geringere Angebot an preisgünstigen Rechnern habe es Verbrauchern erschwert, ihre Geräte durch neue zu ersetzen. Unternehmen konzentrierten sich auf Workstations und KI-PCs statt auf eine breit angelegte Ausstattung mit neuen PCs.
Alle sechs führenden PC-Hersteller verzeichneten im dritten Quartal 2026 einen Rückgang bei den Auslieferungen. Lenovo behauptete sich als Marktführer, wobei die Lieferungen im Jahresvergleich um 22,4 Prozent und damit im Einklang mit dem Gesamtmarkt zurückgingen. Die Größe der Lieferkette sowie das breite Angebot in den Bereichen KI und Infrastruktur halfen dem chinesischen Konzern, die Führung zu wahren. HP Inc. aus den USA verzeichnete mit einem Rückgang der Auslieferungen um 30,9 Prozent den stärksten Einbruch, konnte jedoch den zweiten Platz verteidigen. Zum Rückgang trug die vergleichsweise starke Abhängigkeit von preissensiblen Produktbereichen bei: sowohl im Privatkundengeschäft als auch im Standard-Geschäftskundensegment.
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