König Harald ist tot: Tausende stehen stundenlang Schlange – Mette-Marit fehlt beim Gedenkgottesdienst

Gedenkgottesdienst für Harald V. ohne Mette-Marit: So trauern die Norwegen-Royals

Stand: 30.08.2026, 12:53 Uhr

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Ganz Norwegen trauert um König Harald – Tausende stehen stundenlang Schlange. Beim Gedenkgottesdienst fehlt jedoch die neue Königin Mette-Marit.

Oslo – Zwei Tage nach dem Tod von König Harald V. (†89) strömen am Sonntag Tausende Norweger in die Kirchen ihres Landes. Die Anteilnahme ist überwältigend: Vor dem Dom in Oslo und vor der Kirche auf dem königlichen Skaugum-Anwesen in Asker bilden sich bereits in den frühen Morgenstunden lange Warteschlangen. Um 10:45 Uhr schließt die Polizei die Türen der Asker-Kirche – rund 500 Menschen kommen nicht mehr hinein. Norwegen verabschiedet sich von König Harald, dem „Großvater der Nation“.

Nach dem Tod von König Harald - Gedenkgottesdienst

König Haakon (links) und seine Kinder kommen zum Trauergottesdienst. © Javad Parsa/NTB/AP/dpa

Kurz vor elf Uhr fährt eine Limousine an der Kirche in Asker vor. König Haakon (53) steigt aus, neben ihm seine Tochter, Kronprinzessin Ingrid Alexandra (22). Es folgen Prinz Sverre Magnus (20) und Königinwitwe Sonja (89), der die Familie seit dem Tod ihres Mannes kaum von der Seite weicht. Pfarrer Øyvind Stabrun und Gemeindepfarrerin Ida Buen Hanevold empfangen die Trauernden – Sonja erhält dabei eine herzliche Umarmung. Die norwegische Royals-Expertin Caroline Vagle, die für das Portal Dagbladet vor Ort ist, schildert den Moment so: „Es war ein kraftvoller Anblick, als die Königsfamilie in der Asker-Kirche ankam. Sie wirkten sichtlich erschüttert, und besonders Königin Sonja schien bewegt.“

König Harald: Sonja weint, Haakon lächelt tapfer – so trauert das Königshaus beim Gedenkgottesdienst

Ein Platz in der Kirchenbank bleibt an diesem Tag leer: der von Königin Mette-Marit (53). Die neue Königin hatte sich im Juni einer Lungentransplantation unterzogen und befindet sich seither in der Erholungsphase. Das Königshaus erklärte vorab in einer offiziellen Mitteilung: „Sie wird daher nicht in der Asker-Kirche anwesend sein.“ Beim Trauerzug am Vortag war Mette-Marit noch an der Seite ihrer Familie gewesen – der Gedenkgottesdienst war für sie nun offenbar ein Termin zu viel.

Ebenfalls abwesend ist Marius Borg Høiby (29), Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung. Er befindet sich derzeit in Untersuchungshaft, darf diese jedoch in Form von Hausarrest mit elektronischer Fußfessel auf dem Anwesen Skaugum verbüßen – unweit der Kirche, in der seine Familie trauert. Für den Trauerzug am Samstag hatten die Behörden ihm noch eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Ob Mutter und Sohn den Gottesdienst gemeinsam per Livestream verfolgten, ist nicht bekannt. König Harald, der am 28. August im Alter von 89 Jahren verstorben war, hatte Norwegen über fünf Jahrzehnte geprägt.

Haakon bestritt unterdessen bereits ein dichtes Programm als neuer König: Am Freitag nahm er am Staatsrat teil, am Samstag empfing er Kondolenzbesuche und hielt am Abend seine erste bewegende Ansprache vor dem Volk. Beim Gottesdienst in Asker zeigte er sich nach außen hin gefasst – sein Lächeln beim Empfang durch die Geistlichkeit wirkte wie ein stilles Versprechen an sein Land. Sein Vater König Harald hatte einst gesagt, er wolle ein König für alle Norweger sein. Sein Sohn scheint dieses Erbe nun mit jedem öffentlichen Schritt anzunehmen. Verwendete Quellen: dagbladet.no, nrk.no, Deutsche Presse-Agentur