„Gefährliche Situationen für unsere Hunde“: Schild an einer Wiese zeigt Unwissenheit vieler Menschen

Stand: 13.09.2026, 07:45 Uhr

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Neben einem Spielplatz in der Innenstadt hängt ein eindringlicher Hinweis. Brot und andere Reste könnten für Hunde zum Risiko werden.

Dortmund – Ein unscheinbares, laminiertes Blatt Papier an einem Stromkasten zieht aktuell die Blicke im Saarlandstraßenviertel auf sich. Auf der Grünfläche direkt neben einem Spielplatz in der Dortmunder Innenstadt hat offenbar ein besorgter Anwohner oder eine Anwohnerin einen eindringlichen Appell aufgehängt. Die Botschaft ist unmissverständlich: Wer hier Essensreste ablegt, bringt ungewollt Hunde in Gefahr.

Das Schild hängt an einem Stromkasten. Im Hintergrund sieht man die Hundewiese.

Das Schild hängt an einem Stromkasten. Im Hintergrund sieht man die Hundewiese. © Hoffmann (2) / Montage: wa.de

Die Wiese liegt mitten in einem der belebtesten Viertel der Stadt. Hier leben viele junge Menschen und Familien, das Publikum ist bunt gemischt – und auffallend hundeaffin. Tag für Tag drehen zahlreiche Hundehalterinnen und Hundehalter ihre Runden über die Fläche, lassen ihre Vierbeiner schnüffeln und toben. Genau das macht den Ort so beliebt, aber eben auch so heikel, wenn dort Brot oder andere Lebensmittel liegen bleiben.

Mitten im Viertel – ein Schild macht Hundehalter wachsam

„Bitte legen Sie keine Lebensmittel wie Brot oder andere Essensreste auf der Wiese aus“, heißt es auf dem Schild. Der Verfasser oder die Verfasserin bringt das eigentliche Problem klar auf den Punkt: Niemand könne von außen erkennen, ob es sich bei den ausgelegten Speisen um harmloses Vogelfutter oder um gefährliche Giftköder handelt. Genau diese Unsicherheit sei es, die „gefährliche Situationen für unsere Hunde“ schaffe – ein Satz, der dem Text auch seine Überschrift gibt.

Der Appell richtet sich vor allem an gutmeinende Tierfreunde, die Vögel füttern möchten. Der Vorschlag auf dem Schild: den eigenen Garten oder einen dafür geeigneten Platz nutzen, statt die öffentliche Wiese zum Futterplatz zu machen. Ein Blick auf die Fläche zeigt, warum das so wichtig ist – sie liegt offen und zugänglich zwischen Wohnhäusern, gesäumt von Bäumen, direkt am Rand von Spielplatz und Gehweg. Kaum eine Stelle im Viertel wird täglich so intensiv von Hunden durchstreift.

Ob tatsächlich schon Giftköder gefunden wurden oder die Sorge präventiver Natur ist, lässt der Text offen. Klar wird aber, dass etliche Hundebesitzerinnen und -besitzer im Viertel zunehmend wachsam sind. Der selbst geschriebene Appell zeigt vor allem eines: wie wenig vielen Menschen bewusst ist, welches Risiko das scheinbar harmlose Auslegen von Essensresten für die geliebten Vierbeiner der Nachbarschaft bedeuten kann.