Geheimes Schlafzimmer im Schottenhamel-Zelt: Wiesn-Wirt zeigt sein Oktoberfest-Versteck
Stand: 05.10.2026, 14:00 Uhr
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Während draußen Tausende feiern, zieht sich Christian Schottenhamel in ein winziges Versteck zurück – versteckt hinter einer Holzleiter im Büro seines Zelts.
München – Wenn auf dem Oktoberfest der Oberbürgermeister das erste Fass ansticht, ist das Schottenhamel-Zelt der Mittelpunkt der Wiesn. Was kaum jemand weiß: Versteckt hinter dem Schreibtisch im Bürobereich des Zeltes führt eine schmale Holzleiter mit sieben Sprossen nach oben – in ein winziges Schlafgemach, das Wiesn-Wirt Christian Schottenhamel seit Jahren als persönlichen Rückzugsort nutzt.

Wiesn-Wirt verrät: Das Geheimnis hinter der Holzleiter
Wer die sieben Sprossen erklimmt, landet in einer schlichten Holzkiste – gebaut vom Schreiner, seit 26 Jahren fester Bestandteil des Zelts. „Die hat der Schreiner uns gebaut, und seit 26 Jahren wird diese Kiste immer am Schluss aufs Büro gehoben“, erklärt Schottenhamel. Auf rund vier Quadratmetern warten eine Matratze im Format zwei mal ein Meter, ein Kissen, zwei Decken, Noise-Cancelling-Kopfhörer und ein kleiner Ventilator. Ein schmales Fenster sorgt für ein Minimum an frischer Luft.
Von Luxus ist hier keine Spur – und das ist durchaus gewollt. Gemessen an den festlich geschmückten rund 5000 Quadratmetern Zeltfläche wirkt die Mini-Schlafstätte geradezu karg. Schottenhamel hat zwar schon darüber nachgedacht, den Raum wohnlicher zu gestalten – etwa mit einer Tapete, einem gerahmten Familienfoto oder zusätzlichen Kissen. Am Ende verwarf er die Idee jedoch: „Das könnte man natürlich schön ausgestalten, aber darum geht‘s nicht. Es geht ja darum, dass man einfach nur ein bisschen Nickerchen macht.“
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Familientradition: Schon der Opa schlief im Festzelt
Die Schlafkammer hat eine lange Geschichte. In einem Instagram-Video verrät der Wiesn-Wirt, dass bereits sein Opa ein Bett im Festzelt hatte – damals allerdings noch auf dem Boden. Die Bässe der Musik hätten so stark vibriert, dass das Bett kurzerhand in den ersten Stock verlegt wurde. Eine Tradition, die bis heute lebt.
Während der anstrengenden 16 Festtage zieht sich Schottenhamel in die kleine Kammer zurück – für einen kurzen Powernap oder um in Ruhe seine E-Mails durchzugehen. Auch für Familie und Mitarbeiter sei der Raum ein willkommener Rückzugsort. „Es ist schon wichtig, man muss auch seine Gedanken mal sammeln können“, sagt er.
Das Geheimnis hinter der Holzleiter kommt beim Publikum gut an. In den Kommentaren unter dem Instagram-Beitrag häufen sich begeisterte Reaktionen. „Ich liebe es... Hüttenfeeling im Festzelt“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer verbindet mit dem Ort eine persönliche Erinnerung: „Das habe ich damals 1990 mal besucht und gesehen. Da habe ich noch als Elektriker am Aufbau mitgearbeitet. So cool!“ (Quellen: dpa, Instagram/schottenhamel_zelt), (leo)