Ostreopsis ovata in Apulien: Drei Messstellen zeigen orange Warnstufe – was Badegäste in Italien jetzt wissen müssen

Giftalgen im Mittelmeer: Italienische Behörde ruft Warnstufe für Urlaubsstrand aus

Stand: 20.08.2026, 13:36 Uhr

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Giftige Alge an Apuliens Küste: Im Raum Bari steigen die Werte von Ostreopsis ovata – doch die kritische Schwelle ist noch nicht erreicht.

Kein roter Punkt entlang der apulischen Küsten, doch im Raum Bari macht sich Ostreopsis ovata wieder deutlicher bemerkbar. Die in der ersten Augusthälfte von Arpa Puglia durchgeführten Kontrollen zeichnen insgesamt eine weitgehend unter Kontrolle befindliche Situation, mit drei Stellen, an denen das Vorkommen der umgangssprachlich als giftige Alge angesehenen Mikroalge als reichlich eingestuft wird.

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Dieser Artikel von Giuseppe Di Bisceglie entstand in Kooperation mit Corriere della Sera

Alle liegen zwischen Bari und Giovinazzo. Der höchste Wert in der Wassersäule wurde am Hotel Riva del Sole in Giovinazzo gemessen, mit 13.602 Zellen pro Liter. Etwas weiter südlich, in der Nähe des Lido Trullo in Bari, erreicht der Wert 12.961 Zellen pro Liter.

Der bei Touristen beliebte Strand von Polignano a Mare (Symbolbild)

Giftige Alge an Apuliens Küste: Im Raum Bari steigen die Werte von Ostreopsis ovata – doch die kritische Schwelle ist noch nicht erreicht. © IMAGO / Zoonar

Und erneut in Giovinazzo, 200 Meter südlich des Lido Lucciola, beträgt die Konzentration 11.708 Zellen pro Liter. Drei Messungen, die auf der von der Regionalagentur verwendeten Skala mit Orange gekennzeichnet sind und damit eine „reichliche“ Präsenz anzeigen, jedoch nicht stark genug, um die rote Stufe auszulösen.

Warnschwelle und Richtlinien für den Notfall

Als Referenz gilt der Wert von 30.000 Zellen pro Liter in der Wassersäule: Oberhalb dieser Schwelle sehen die Leitlinien des Istituto Superiore di Sanità die Alarmphase vor, und Arpa informiert Region, Gesundheitsbehörde Asl und die zuständige Gemeinde, damit diese mögliche Präventionsmaßnahmen prüfen können. Keiner der in der ersten Augusthälfte entnommenen Proben erreichte diesen Wert.

Im Vergleich zur zweiten Julihälfte zeigt das Bild der Küste von Bari jedoch einige Anzeichen eines Anstiegs. Am Lido Trullo steigt die Konzentration in der Wassersäule insbesondere von 360 auf 12.961 Zellen pro Liter; an Riva del Sole von 1880 auf 13.602. Anders die Tendenz in der Nähe des Lido Lucciola, wo der Wert von 15.664 auf 11.708 Zellen pro Liter sinkt. Geringer fallen die Werte an den übrigen überwachten Stellen aus: 2760 Zellen pro Liter an der Prima Cala in Molfetta, 1800 an der ehemaligen Sansolive und 200 bei Castello Santo Stefano.

Unterschiedliche Belastung zwischen dem Norden Baris und übrigen Küstenabschnitten

Die Arpa-Tabelle unterscheidet außerdem die in der Wassersäule gemessenen Konzentrationen von jenen, die am Meeresboden festgestellt werden, wobei letzterer Parameter an einigen Punkten deutlich höhere Werte erreicht. Außerhalb der Provinz Bari ist die Lage deutlich ruhiger. Im Salento weisen die Proben der ersten Augusthälfte keine Präsenz von Ostreopsis in der Wassersäule auf.

Auf dem Gargano hingegen ist die einzige nachgewiesene Spur der Giftalge die von Pugnochiuso bei Vieste, mit 280 Zellen pro Liter, eingestuft als geringe Präsenz. Zu den überwachten Stellen zählen außerdem San Domino, Pietra Nera, der Hafen von Vieste und die Baia delle Zagare.

Situation in den Regionen Brindisi, Lecce und Taranto

Im Gebiet von Brindisi stechen hingegen die 5586 Zellen pro Liter hervor, die bei Forcatella gemessen wurden, ein mittleres Niveau, aber noch weit von der Notfallschwelle entfernt. Keine Präsenz in der Wassersäule gab es bei Torre Canne und Apani. Schließlich wurde an den Kontrollstellen im Gebiet von Lecce und in der Provinz Tarent überhaupt keine Präsenz festgestellt.