Bayern gewinnt Testspiel – doch welche Erkenntnisse liefert der Sieg?

Glanzloser Arbeitssieg: Der FC Bayern legt auf der Asien-Tour los

Stand: 04.08.2026, 18:39 Uhr

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Der FC Bayern absolviert gerade seine Asien-Tour. Ein Testspiel gegen Jesu SK FC haben die Münchner gewonnen. Die Rahmenbedingungen waren fragwürdig.

Jeju – An den Fans vor Ort lag es nicht: Beim 2:1-Testspielsieg des FC Bayern gegen den Jeju SK FC schallte immer wieder „Baaayern München“ oder „Deutscher Fußballmeister“ mit koreanischem Akzent durch das World-Cup-Stadion auf der Vulkaninsel. Das Problem waren vielmehr die Fans, die nicht vor Ort waren – und das waren einige. Offiziell sollen zwar 22.513 Zuschauer das Freundschaftsspiel am Dienstag besucht haben, tatsächlich blieben jedoch große Teile der Tribünen leer.

Der FC Bayern will auf seiner Asien-Tour Selbstvertrauen tanken.

Mit einem Arbeitssieg legte der FCB los. © picture alliance/dpa | Christian Kunz

Bereits im Vorfeld hatten koreanische Medien von nur rund 19.000 verkauften Tickets berichtet, Bayerns Marketing-Vorstand Rouven Kasper rechnete am Sonntag noch mit 24.000 Zuschauern. Insgesamt hat die Arena eine Kapazität von 25.000 bis zu knapp 30.000 Fans. So viele wurden es allerdings bei Weitem nicht – und das, obwohl im Vorfeld Tickets an Schulen verschenkt wurden und Minjae Kim, der an diesem Tag zumindest eine gute halbe Stunde als Kapitän auflief, zusätzlich rund 100 Karten verteilte (tz berichtete).

FC Bayern müht sich vor leeren Rängen zum Sieg

„Ich weiß gar nicht, wie viele hier wohnen, aber am Ende hat es sich trotzdem nach vielen Fans angefühlt“, erklärte Tom Bischof nach Abpfiff. „Es wurde auch gut Stimmung gemacht, deswegen war es gar nicht so schlecht.“ Trotzdem schwebte über dem Erfolg zum Abschluss der Südkorea-Reise die Frage, warum das eigentliche Highlightspiel deutlich weniger Interesse weckte als erwartet.

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Für den koreanischen Journalisten Jeong-yong Kim, genannt Jay, der für das Portal Footballist berichtet, gibt es dafür zwei Gründe: die Rolle von Minjae Kim, der immer wieder als Verkaufskandidat galt – und das Fehlen von Harry Kane. „Der Schlüssel liegt darin, wie gut der Verein mit seinem südkoreanischen Spieler umgeht“, sagt er im Gespräch mit der tz.

„Wenn die Fans den Eindruck haben, dass ein Verein koreanischen Spielern nicht den nötigen Respekt entgegenbringt, fällt es ihnen schwer, eine enge Beziehung zu diesem Club aufzubauen.“ Dazu komme die Abwesenheit von Harry Kane (Sonderurlaub nach der WM), der in Südkorea aufgrund seiner Zeit mit Heung-min Son bei Tottenham extrem beliebt ist. „Viele koreanische Fans bedauern sehr, dass ihr Publikumsliebling nicht in Jeju dabei sein konnte.“

Das sah man auch sportlich. In der von Talenten gespickten Startelf schossen Felipe Chavez (11.) und der 16-jährige Bastian Assomo die Münchner zum Hitze-Sieg. Für die Hausherren traf Chang-Min Lee (15.). Die „A-Elf“ konnte in den zweiten 45 Minuten nicht nachlegen. Vincent Kompany zeigte sich trotzdem zufrieden: „Das ist Teil eines Plans. Wir wollen solche Spiele mit Intensität spielen, aber ohne Risiko auf Verletzungen.“ Am heutigen Mittwoch geht es weiter nach Hongkong. Am Freitag wartet Aston Villa – hoffentlich vor mehr Zuschauern.