Newsom attackiert Trumps „Frei erfundene Geschichte“ zu 9/11-Einsatz

Gouverneur Newsom packt aus: das Lügengeflecht um Trumps angebliche 9/11-Heldenstory

Stand: 09.09.2026, 20:19 Uhr

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Zum bevorstehenden 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 entbrennt in den USA eine Debatte über die Schilderungen von Ex-Präsident Donald Trump. Nach erneuten Behauptungen, er habe aktiv an Ground Zero geholfen und sei von Feuerwehrmännern evakuiert worden, erhob Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom schwere Vorwürfe.

Washington – Donald Trump hat mit Aussagen zu seinen Handlungen am 11. September 2001 erneut erhebliche Kritik auf sich gezogen. Bei einer Veranstaltung der Tunnel to Towers Foundation in der Nähe des Weißen Hauses berichtete Trump, er habe unmittelbar nach den Anschlägen eine eigene Baukolonne zum Einsturzort geführt. Dabei behauptete er, zwei durchtrainierte Feuerwehrmänner hätten ihn unter den Armen erfasst und aus der Gefahrenzone getragen, als ein benachbartes Gebäude einzustürzen drohte.

Newsom wirft Trump Fälschung vor

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom reagierte umgehend auf Trumps Schilderungen und bezeichnete diese laut Berichten als eine frei erfundene Geschichte. Newsom und weitere Kritiker weisen darauf hin, dass Trumps Anwesenheit und angebliche Rettungsaktionen an Ground Zero durch keine Dokumente, Einsatzberichte oder Zeitzeugen belegt sind, wie USWeekly berichtete. Medienberichte und Archivaufnahmen zeigen hingegen, dass Trump am Morgen des 11. September von seinem rund sechs Kilometer entfernten Büro im Trump Tower aus beim Fernsehsender WWOR-TV anrief. In diesem Telefonat gab er an, die Angriffe aus dem Fenster beobachtet zu haben. Zudem sorgte er damals für Irritationen mit der Äußerung, sein Gebäude an der Wall Street sei nach dem Einsturz des World Trade Centers nun wieder das höchste im Finanzdistrikt.

Zweifel von Einsatzkräften und Historikern

Trumps Erzählung von einer Evakuierungsaktion am ehemaligen U.S. Steel Building (One Liberty Plaza) widerspricht den Erkenntnissen von Einsatzkräften. Zwar gab es in den Tagen nach den Anschlägen Befürchtungen bezüglich der Statik des Gebäudes und temporäre Räumungen, eine Beteiligung Trumps an diesen Vorfällen ist jedoch nicht nachgewiesen. Richard Alles, ehemaliger stellvertretender Leiter der New Yorker Feuerwehr (FDNY), der mehrere Monate an Ground Zero im Einsatz war, erklärte bereits in der Vergangenheit, Trump während der gesamten Aufräumarbeiten nie an der Unglücksstelle gesehen zu haben, berichtete die New York Times. Auch Historiker und Investigativjournalisten betonen, dass es keine Nachweise für den von Trump behaupteten Einsatz hunderter eigener Bauarbeiter an den Trümmern gibt.

Verteidigung aus dem Umfeld

Sprecher des Weißen Hauses verteidigten die Aussagen des Ex-Präsidenten. Dessen Schilderungen hätten zum Ziel, die Zivilcourage, den Heldenmut und die Opferbereitschaft der Ersthelfer zu würdigen. Kritiker aus Medien und Politik würden Trumps Worte bewusst verzerren, um aus einer Gedenkveranstaltung politisches Kapital zu schlagen.

Die Kontroverse überschattet die vorbereitenden Maßnahmen für die Gedenkfeiern zum 25. Jahrestag der Anschläge. Trump plant, an einer offiziellen Zeremonie im Pentagon teilzunehmen. (Redaktion)