GTA 6: „Sie sind mindestens 10 Jahre voraus“ – auch die Konkurrenz ist beeindruckt
Wie eigentlich nicht anders zu erwarten war, beeindruckte die Gameplay-Präsentation von „GTA 6“ vor allem mit ihrem hohen Detailreichtum. Wie weit Rockstar Games damit der Konkurrenz voraus sein könnte, zeigt nun die Einschätzung eines Entwicklers von IO Interactive.
Am gestrigen Donnerstagabend veröffentlichte Rockstar Games eine rund 27 Minuten lange Gameplay-Präsentation, die den Spielern einen ausführlichen Blick auf „GTA 6“ ermöglichte.
Wie für Spiele aus dem Hause Rockstar Games üblich, beeindruckten die Spielszenen aus „GTA 6“ vor allem durch den hohen Detailgrad. Kommentare anderer Entwickler zeigen, dass der hohe Detailreichtum des Open-World-Titels auch die Konkurrenz begeistert.
Beispielsweise meldete sich kurz nach der Präsentation Berkay Dursun, KI-Programmierer bei IO Interactive, zu Wort und deutete an, dass es in den kommenden Jahren wohl keine Spiele geben wird, die an den Detailgrad von „GTA 6“ heranreichen.
Stattdessen ist der Branchenveteran, der unter anderem an der Spielwelt von „Hitman“ arbeitete, der Meinung, dass Rockstar Games dem Standard der Branche und anderen Entwicklern um mindestens zehn Jahre voraus ist.
Rockstar simuliert seine Welt auf einem völlig anderen Niveau
„Als jemand, der drei Jahre lang direkt bei IO an so einer Menschenmengen-Technologie gearbeitet hat, kann ich sagen, dass diese Technologie nichts mit der Technologie in GTA 6 zu tun hat. In GTA wird jeder Charakter individuell simuliert. Simulationen in diesem Maßstab zu erreichen, sorgt dafür, dass sie der Branche mindestens zehn Jahre voraus sind“, schrieb Dursun.
„Das Spiel, das diesem Simulationsniveau vielleicht am nächsten kommt, ist Mount & Blade 2: Bannerlord“, ergänzte Dursun und erklärte, dass „GTA 6“ andere Open-World-Titel wie „Assassin’s Creed“ oder „Hitman“ noch aus einem weiteren Grund klar hinter sich lässt.
So sind die Menschenmengen, die die Welten in Spielen wie „Hitman“ oder „Assassin’s Creed“ bevölkern, nicht mit der individuellen NPC-Simulation von „GTA 6“ vergleichbar.
Diese Spiele setzen laut Dursun nämlich größtenteils auf sogenannte „Crowds“ – Figuren, die keinem eigenständigen KI-System unterliegen, sondern vordefinierten Abläufen und Verhaltensmustern folgen. „GTA 6“ hingegen geht hier einen deutlich komplexeren Weg, da die einzelnen NPCs unabhängig voneinander simuliert werden und dadurch wesentlich stärker auf die Aktionen des Spielers reagieren können.
„Die Charaktere, die ihr hier [in Hitman] oder in der Umgebung von Assassin’s Creed usw. seht, sind keine NPCs, sondern ‚Menschenmengen‘. Dahinter steckt keine KI. Sie übernehmen einfach zusätzliche Rollen und folgen einem bestimmten Muster.“, so Dursun weiter.
„Hinter einem NPC steckt eine KI. Er reagiert auf den Spieler, verfügt über eigene Verhaltensmuster usw. – und solche Operationen sind bei einer großen Anzahl von NPCs sehr kostspielig.“
Realistische NPCs sorgen für eine lebendige Welt
Interessanterweise erklärte Dursun außerdem, dass er zwar nicht sagen könne, wie viele „echte NPCs“ im neuesten Titel von IO Interactive, „007 First Light“, zum Einsatz kommen, sich aber sicher sei, dass der Spionage-Thriller hinsichtlich der Simulation von NPCs „nicht einmal annähernd an GTA 6 heranreicht“.
Wie Rob Nelson, der Co-Leiter von Rockstar North, anlässlich der Präsentation von „GTA 6“ verriet, verfügen die NPCs in „GTA 6“ über mindestens zehnmal so viele Animationen wie in „GTA 5“. Dies führe dazu, dass sich die Welt von „GTA 6“ deutlich lebendiger anfühle als im Vorgänger.
Rockstar setzte für die aufwendige NPC-Animation in „GTA 6“ laut Nelson ein eigenes Team ein, wobei sich ein ganzes Büro in Los Angeles ausschließlich mit den Charakteren beschäftigte.
Anders als in „GTA 5“ sollen die NPCs ihre Umgebung und bestimmte Ereignisse wahrnehmen und sich daran erinnern, während Jason und Lucia gleichzeitig Gespräche belauschen können, wodurch neue Interaktionen, Konflikte und Nebenmissionen entstehen.
„GTA 6“ erscheint am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S.
Bei Links zu Amazon, Media Markt, Saturn und einigen anderen Händlern handelt es sich in der Regel um Affiliate-Links. Bei einem Einkauf erhalten wir eine kleine Provision, mit der wir die kostenlos nutzbare Seite finanzieren können. Ihr habt dabei keine Nachteile.