Gut erhaltener Fund in Ägypten: Archäologen legen 3000 Jahre alte Grabstätte frei

Gut erhaltener Fund in ÄgyptenArchäologen legen 3000 Jahre alte Grabstätte frei

13.07.2026, 01:46 Uhr

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Das Grab wurde in der Nekropole von Scheich Abd el-Kurna am Westufer Luxors entdeckt. (Foto: ‎Ministry of Tourism and Antiquities, Egypt)

In der Nekropole von Luxor haben Archäologen eine 3000 Jahre alte Grabstätte entdeckt – und dabei bemerkenswert gut erhaltene Inschriften, Reliefs und unterirdische Kammern freigelegt. Das Grab gibt Einblicke in das Leben und den Glauben eines Mannes namens Paser.

Archäologen haben im Süden Ägyptens eine 3000 Jahre alte Grabstätte freigelegt. Das Grab, das einem Mann namens Paser zugeschrieben wird, wurde von Experten der niederländischen Universität Leiden in der Nekropole von Scheich Abd el-Kurna am Westufer Luxors entdeckt, wie das ägyptische Tourismus- und Antikenministerium mitteilte.

Sie gingen anhand des künstlerischen Stils der Inschriften davon aus, dass das Grab aus der Ramessidenzeit stammt. Das östlich einer bereits bekannten Bestattungsstätte gelegene Grab folgt demnach dem traditionellen Aufbau der sogenannten thebanischen Gräber aus dem Neuen Reich (1570-1069 v. Chr.). Es besteht aus einem offenen Hof, der zu einer in den Fels gehauenen Kapelle in Form eines umgekehrten "T's" führt, unter der sich unterirdisch angelegte Grabkammern befinden.

Im Hof fanden die Archäologen den Angaben zufolge mehrere gut erhaltene Bauelemente, darunter eine Lehmziegelbank zum Aufstellen einer Totenstele und eine Treppe, die von Rampen flankiert zum Eingang führt. Im Inneren zeigten Inschriften mit Pasers Namen ihn beim Verehren verschiedener Gottheiten in Schreinen sowie gemeinsam mit seiner Frau sitzend vor einem Opfertisch.

Inschriften zeigen Paser beim Verehren verschiedener Gottheiten sowie gemeinsam mit seiner Frau sitzend vor einem Opfertisch. (Foto: ‎Ministry of Tourism and Antiquities, Egypt)

Erst vor rund einer Woche wurden an der Mittelmeerküste Ägyptens, etwa hundert Kilometer westlich von Alexandria, mehrere fast 2000 Jahre alte Gräber entdeckt. Einige davon sollen intakt gewesen sein. In den Gräbern fanden die Archäologen menschliche Überreste, Töpferwaren, Amphoren und andere Grabbeigaben. Zu den bedeutendsten Funden zählten 24 Objekte aus Gold, die mehreren Verstorbenen in den Mund gelegt worden waren - ein Bestattungsritual, das mit Vorstellungen vom Leben nach dem Tod verbunden ist. Zudem wurden in einer Wüste im Westen des Landes die Überreste einer Stadt aus byzantinischer Zeit ausgegraben.

Ägypten präsentiert regelmäßig spektakuläre Funde. Die Behörden hoffen, mit den Entdeckungen den seit Jahren angeschlagenen Tourismus wieder anzukurbeln, der für das Land eine wichtige Einnahmequelle ist. Das in Oberägypten gelegene Luxor beherbergt einige der bedeutendsten antiken Monumente und archäologischen Stätten der Welt.

Quelle: ntv.de, uzh/AFP