Luigi Mangione bekennt sich schuldig – lebenslange Haft droht
Publiziert14. August 2026, 19:55
Droht lebenslange Haft«Habe auf ihn geschossen»: Luigi Mangione bekennt sich schuldig
Im Dezember 2024 soll Luigi Mangione Brian Thompson erschossen haben. Das hat er nun vor dem Bundesgericht zugegeben. Jetzt droht ihm lebenslange Haft.


Darum gehts
- Luigi Mangione hat sich vor einem Bundesgericht in Manhattan zu Stalking-Vorwürfen im Fall des erschossenen UnitedHealthcare-Chefs Brian Thompson schuldig bekannt.
- Das Strafmass wird am 18. Dezember verkündet – Mangione könnte den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen.
- Ein separater Mordprozess auf Staatsebene in New York ist für den 8. September geplant; Mangiones Anwälte könnten versuchen, diesen zu stoppen.
Der wegen der Tötung des US-Versicherungsmanagers Brian Thompson angeklagte Luigi Mangione hat sich zu Stalking-Vorwürfen schuldig bekannt und die Tat vor Gericht eingeräumt. Bei einer kurzfristig angesetzten Anhörung vor einem Bundesgericht in Manhattan erklärte er am Freitag: «Am Morgen des 4. Dezember 2024 habe ich auf Herrn Thompson in Manhattan geschossen, und er starb.»
Die Verkündung des Strafmasses ist für den 18. Dezember vorgesehen. Auf die Frage von Bundesrichterin Margaret M. Garnett, ob ihm bewusst sei, dass er den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen könnte, antwortete Mangione mit Ja.
Prozess soll am 8. September beginnen
Thompsons Ehefrau Paulette sass im Gerichtssaal, atmete mehrfach tief durch und wischte sich wiederholt Tränen aus den Augen.
Mit dem Schuldbekenntnis kommt eines von zwei Verfahren im Zusammenhang mit Thompsons Tod zum Abschluss. Mangiones Anwälte könnten nun unter Verweis auf das Verbot der Doppelbestrafung versuchen, einen Prozess auf Staatsebene in New York wegen Mordes stoppen zu lassen, der am 8. September beginnen soll.
Mangione wurde im McDonald's festgenommen
Mangione sagte vor Gericht, er habe Thompson verfolgt, nachdem er jahrelang starke Schmerzen wegen eines Rückenleidens gehabt und Schwierigkeiten mit dem Krankenversicherungssystem erlebt habe. Nach Angaben der Polizei und von Thompsons Arbeitgeber UnitedHealthcare war Mangione selbst allerdings nie Kunde des Unternehmens.
Auf Patronenhülsen, die am Tatort gefunden wurden, standen die Worte «deny», «defend» und «depose» (Etwa: verweigern/leugnen, verteidigen und absetzen/stürzen), mutmasslich in Anlehnung an eine Phrase, die Kritiker der Versicherungsindustrie nutzen. Nach Angaben der Behörden hatte Mangione zudem in privaten Aufzeichnungen scharfe Kritik an Krankenversicherern geäussert. Mangione wurde fünf Tage nach der Tat in einem McDonald’s in Altoona im US-Bundesstaat Pennsylvania festgenommen.
Droht lebenslange Haft
Bereits vorab hatte eine in die Vorgänge eingeweihte Person der Nachrichtenagentur AP gesagt, dass Mangione ein Schuldbekenntnis plane, aber seine Meinung noch ändern könne. Mangione droht lebenslange Haft. Anklagepunkte, durch die ihm die Todesstrafe hätte drohen können, hatte eine Bundesrichterin Anfang des Jahres verworfen.
Der Angeklagte soll Thompson, den Chef des US-Krankenversicherers UnitedHealthcare, erschossen haben, als dieser am 4. Dezember 2024 zu einer Investorenkonferenz in Manhattan ging. Auf Überwachungsaufnahmen, die die Tat zeigen, ist eine vermummte Person zu sehen, die von hinten auf Thompson feuert.
Mangione, Absolvent einer der als Ivy League bekannten acht US-Elite-Universitäten, ist seit seiner Verhaftung zu einer Symbolfigur für die Frustrationen mit der Krankenversicherungsbranche geworden. Eingeschworene Anhänger Mangiones sind immer wieder bei seinen Gerichtsterminen dabei.
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Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Jasmin Steiger (jst) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie arbeitet am Newsdesk und schreibt über verschiedenste Themen.

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