„Habe den Überblick verloren“: England-Trainer Tuchel verpasst historischen Moment seines Stürmers
„Habe den Überblick verloren“: England-Star lässt Tuchel alt aussehen
Stand: 19.07.2026, 05:28 Uhr
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England-Star Bukayo Saka sorgt mit seinem Hattrick für einen versöhnlichen WM-Abschluss. Nationaltrainer Thomas Tuchel bekommt das jedoch erst im Nachgang mit.
Miami – Mit einem Offensivfeuerwerk hat sich die englische Nationalmannschaft von der Fußball-WM verabschiedet. Im Spiel um Platz drei siegte das Team von Trainer Thomas Tuchel mit 6:4 gegen Frankreich und gewann damit erstmals seit 60 Jahren wieder eine Medaille. Das lag nicht zuletzt am Auftritt von Bukayo Saka.

Der Rechtsaußen vom FC Arsenal, der im WM-Halbfinale gegen Argentinien nicht zum Einsatz gekommen war, zeigte sich in bestechender Form. Er war Dreh- und Angelpunkt der Offensive und spielte mit der gegnerischen Defensive Katz und Maus. So traf er in der zwölften Minute zum vermeintlichen 2:0, stand beim Pass auf ihn aber im Abseits.
Hattrick gegen Frankreich: England-Trainer Tuchel verpasst Kunststück von Saka
25 Minuten später war es aber so weit. Bei einem stark ausgespielten Konter verlud er mit Marcus Rashford die gegnerische Defensive und traf schließlich zum 3:0. Kurz vor der Pause legte der 24-Jährige noch einen drauf, als er nach einem Steckpass aus 16 Metern rechts unten einnetzte. In der Schlussphase der Partie übernahm er dann Verantwortung und verwandelte den Elfmeter zum 5:3.
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Damit ist Saka nun der zweite Engländer nach Geoffrey Hurst, dem in einem K.o.-Spiel ein Hattrick gelungen ist – Hurst ist dies im WM-Finale 1966 gelungen. Kurios ist dabei die Tatsache, dass der Trainer von Saka dies aber gar nicht mitbekommen hat. „Mir war nicht einmal klar, dass er gerade einen Hattrick geschossen hat. Ich habe langsam den Überblick verloren“, erklärte Tuchel in einem Interview nach dem Spiel.
Dennoch freute ihn die Leistung seines Schützlings. „Bukayo hat gezeigt, dass er ein Schlüsselspieler ist. Daran hatte ich nie einen Zweifel“, lobte er seinen Schützling. Da stellt sich aber die Frage, ob er nicht hätte mehr Einsatzzeiten bekommen müssen, denn schließlich stand er nur in vier Partien in der Startelf.
Tuchel weist diesen Einwand aber zurück. „Nein. Ich glaube, wir haben alles richtig gemacht. Die Spiele waren so fordernd. Wir waren gezwungen, Änderungen vorzunehmen“, betonte er. Letztlich ist es auch nur Spekulation, ob Saka die Niederlage gegen Argentinien hätte abwenden können und damit seinem Trainer Buhrufe erspart hätte. (smu)