Handelsstreit: Trump kündigt Verkaufsverbot für kanadische Flugzeugfirma in USA an

Donald Trump droht Bombardier im Handelsstreit mit Kanada mit einem Verkaufsverbot. Er will den Konzern dazu bringen, seine Flugzeuge in den USA zu produzieren.

Quelle: DIE ZEIT, Reuters, dpa,

man

Aktualisiert am 8. September 2026, 0:58 Uhr

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Handelsstreit: Sollte der kanadische Flugzeugbauer Bombardier nicht in den USA produzieren, will US-Präsident Donald Trump den Verkauf verbieten.
Sollte der kanadische Flugzeugbauer Bombardier nicht in den USA produzieren, will US-Präsident Donald Trump den Verkauf verbieten. © Jim Watson/​AFP/​Getty Images

​US-Präsident Donald Trump will dem kanadischen Flugzeugbauer Bombardier den Vertrieb ​in den ⁠USA untersagen, sollte das Unternehmen nicht im Land ‌produzieren. »Kein ⁠Verkauf von Bombardier ​mehr in den Vereinigten Staaten! Ihre ​Produkte sind nicht gut genug!«, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform. Wenn der ⁠Konzern den ​US-Markt wolle, müsse ‌er auch dort ‌fertigen. ​Wie Trump das Verbot umsetzen will, war bisher unklar.

Eine Stellungnahme von Bombardier lag zunächst nicht vor. Das Unternehmen stellt unter anderem Businessjets her, beschäftigt in den USA 3.500 Mitarbeiter und betreibt dort mehrere Werke und Servicezentren. In Texas ​werden Tragflächen für das Flaggschiff Global 8000 gefertigt, in Kansas ⁠ist eine Rüstungssparte ​angesiedelt. Etwa die Hälfte der weltweit 5.100 ‌im Einsatz befindlichen Bombardier-Maschinen befindet sich in den USA. Bombardier produziert auch Schienenfahrzeuge.

Kanada und ‌die USA befinden ​sich derzeit in einem Handelsstreit, der durch gescheiterte Verhandlungen im August eskalierte. Beide Länder verhängten Strafzölle auf gegenseitige Exportwaren, zum Beispiel auf Autos, Stahl und Möbel.

Kurz davor veröffentlichte Trump auf seiner Onlineplattform eine Grafik einer Landkarte, auf der Kanada, Mexiko, Kuba und Island als Teil der Vereinigten Staaten dargestellt werden. Der US-Präsident kommentierte die Karte nicht. Vor wenigen Tagen hatte Trump angeordnet, den Ontariosee an der Grenze zu Kanada in »Amerikasee« umzubenennen.

Der US-Präsident kokettiert immer wieder mit dem Wunsch, sich andere Länder und Inseln einzuverleiben. Im Falle von Kanada hatte Trump gesagt, dass das Nachbarland der 51. Bundesstaat der USA werden könnte. Grönland will er kaufen und argumentiert, nur die USA könnten die zu Dänemark gehörende Insel gegen Einflüsse beispielsweise aus Russland oder China verteidigen.