Hängegleiter kracht in Alpen: Pilot und Begleiterin sterben kurz nach dem Start - erster Verdacht zur Ursache

Stand: 21.09.2026, 13:30 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Tragödie beim weltgrößten Flugsportfestival in Frankreich: Ein erfahrener Hängegleiterpilot und seine Begleiterin sterben kurz nach dem Start.

Saint-Hilaire-du-Touvet – Ein schweres Unglück erschütterte das Flugfestival „Coupe Icare“ in Saint-Hilaire-du-Touvet in den Alpen: Am Sonntagmorgen (20. September) gegen 8 Uhr stürzte ein Deltagleiter kurz nach dem Abheben ab. Beide Insassen, ein französisch-britischer Pilot und seine Mitfliegerin, kamen dabei ums Leben, wie franceinfo.fr berichtet.

Das Flugfestival „Coupe Icare“ ist für nicht motorisierte Fluggeräte vorgesehen. (Symbolbild)

Das Flugfestival „Coupe Icare“ ist für nicht motorisierte Fluggeräte vorgesehen. (Symbolbild) © Andre Ferreira/imago

Der verunglückte Pilot soll jahrelange Erfahrung gehabt haben. Laut den Veranstaltern seien die Wetterverhältnisse zum Unfallzeitpunkt ideal für Flugaktivitäten gewesen. Der Hängegleiter soll einen technischen Defekt gehabt haben, der offenbar zum Absturz führte. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der beiden Personen feststellen.

Hängegleiter stürzt in den französischen Alpen ab

Jetzt sollen Untersuchungen die genauen Umstände des Unglücks rekonstruieren. Laut Ici soll ein Notfallschirm zwar aktiviert worden sein. Das habe den Aufprall an einem Felsen jedoch nicht verhindert. GrenobleMag zufolge soll der Pilot 29 Jahre und die Begleiterin 45 Jahre alt gewesen sein.

In einer offiziellen Stellungnahme über soziale Netzwerke drückte die Organisationsleitung ihre Bestürzung aus. „Die gesamte Gemeinde trauert. Zwei Tandem-Piloten sind heute Morgen bei einem Flug ums Leben gekommen. Unsere Gedanken sind bei ihren Angehörigen“, hieß es. Das Festival-Programm wurde nach dem Vorfall zunächst ausgesetzt. Das letzte tödliche Unglück bei „Coupe Icare“ ereignete sich 2015. Damals verunglückte ein 30-jähriger Deltapilot.

Auch in den bayerischen Alpen zählt der Flugsport zu den beliebten, aber risikobehafteten Freizeitaktivitäten. Für Passagier- und Tandemflüge gelten im Zuständigkeitsbereich des Deutschen Hängegleiterverbands (DHV) deshalb strenge Hürden: Piloten müssen eine mehrjährige Flugerfahrung und Hunderte Einzelflüge nachweisen, spezielle Eignungsprüfungen ablegen sowie regelmäßige Checkflüge absolvieren. Nach Verbandsangaben gehören insbesondere bodennahe Flugphasen wie Start und Landung sowie unvorhersehbare thermische Turbulenzen zu den häufigsten Unfallquellen. 

Auch in Bayern müssen Bergwacht und Rettungshubschrauber immer wieder zu Einsätzen ausrücken. Erst kürzlich stürzte ein Gleitschirmflieger am Wallberg ab und verletzte sich schwer.