Heck abgerissen: Ukraine meldet Zerstörung einer Tu-95 – neue Satellitenbilder als Beleg
Stand: 21.07.2026, 13:18 Uhr
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Ukrainische Drohnen sollen auf dem Militärflugplatz Engels einen russischen Tu-95-Bomber zerstört haben.
Saratow – Der Ukraine ist eigenen Angaben zufolge ein weitreichender Schlag gegen Russlands strategische Luftfahrt gelungen. Langstreckendrohnen zerstörten auf dem Militärflugplatz Engels in der Region Saratow einen Bomber vom Typ Tu-95 – rund 800 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
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Die Maschine war für russische Raketenangriffe auf die Ukraine eingesetzt worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Angriff auf Telegram. Neue Satellitenbilder sollen die Zerstörung belegen.

Der ukrainische Sicherheitsdienst SBU übernahm die Verantwortung für die Operation. Seine Drohnen hätten etwa 800 Kilometer bis zu dem russischen Flugplatz zurückgelegt. Nach vorläufigen Angaben erlitt das Flugzeug kritische Schäden. Das Heck sei vollständig abgerissen worden, wie der SBU berichtete.
Satellitenbild zeigt abgetrenntes Heck
Zwei Tage später stützten Satellitenaufnahmen die ukrainischen Angaben. Auf einem am 19. Juli aufgenommenen Bild des Anbieters Planet Labs ist die getroffene Tu-95 auf dem Flugplatz Engels-2 zu sehen. Das Heck liegt vollständig vom Rumpf getrennt, wie das Investigativprojekt Schemes von Radio Free Europe/Radio Liberty berichtete.
Auch das ukrainische Militärportal Militarnyi wertete die Aufnahme als Bestätigung für die Zerstörung des Bombers. Nach Angaben des SBU wurde genau diese Maschine regelmäßig für massive russische Raketenangriffe auf die Ukraine genutzt.
Nähere Informationen zur Kennung des Flugzeugs oder zu einzelnen Einsätzen nannte die Behörde nicht. Auch die Zahl der beteiligten Drohnen und der genaue Ablauf der Operation blieben offen.
Die Tu-95 gehört zur strategischen Fernfliegerflotte Russlands. Maschinen dieses Typs können Marschflugkörper vom Typ Ch-101 tragen und aus großer Entfernung abfeuern. Sie müssen dafür nicht in den ukrainischen Luftraum eindringen. Der zerstörte Bomber war damit Teil der russischen Kapazitäten für weitreichende Luftangriffe.
Selenskyj meldet weitere Fernangriffe
Selenskyj sprach von weiteren erfolgreichen ukrainischen Fernoperationen gegen Russland. Der Präsident meldete zugleich Treffer gegen Anlagen der russischen Ölindustrie sowie gegen ausgewählte Ziele in den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine. Welche Anlagen und Orte gemeint waren, führte er nicht näher aus.
Ukraine weitet Fernangriffe auf Russland aus
Die Ukraine hat ihre Angriffe auf Ziele weit hinter der russischen Grenze in den vergangenen Wochen ausgeweitet. Im Juli trafen ukrainische Drohnen nach Angaben aus Kiew unter anderem Ölraffinerien in Omsk und Ufa sowie Anlagen, Tanker und Pumpstationen in mehreren russischen Regionen.
Der Angriff auf die Raffinerie in Omsk führte rund 2.700 Kilometer weit in das russische Hinterland. Kiew richtet solche Einsätze vor allem gegen die Energieversorgung, militärische Logistik und Einrichtungen, die den Krieg finanzieren oder unterstützen.
Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen den vom russischen Präsidenten Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieg.
Quellen: Wolodymyr Selenskyj auf Telegram, SBU, ArmyInform, Militarnyi, Schemes/Radio Free Europe/Radio Liberty, Planet Labs, nif/red.