„Die Gefahr ist nicht vorbei“: Heftige Unwetter in Griechenland – Blitz tötet deutsche Urlauberin
Stand: 02.10.2026, 19:46 Uhr
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Das Unwetter über Griechenland fordert Todesopfer – und die Behörden warnen: Die schlimmsten Stunden stehen den betroffenen Regionen noch bevor.
Athen – Tödlicher Unfall in Griechenland: Am Freitag, dem 2. Oktober 2026, gegen 14:45 Uhr traf ein Blitz eine 58-jährige Deutsche in der Küstengegend Lothiarika bei Laerma nahe Lindos im Süden von Rhodos. Die Frau starb noch am Unfallort. Ihr 62-jähriger Ehemann, der ebenfalls getroffen wurde, kam mit leichten Verletzungen davon, wie das griechische Nachrichtenportal Keep Talking Greece unter Berufung auf die staatliche griechische Nachrichtenagentur amna.gr berichtete. Das Paar war erst wenige Tage zuvor auf der Insel angekommen.

Als der Rettungsdienst eintraf, hatte die Frau keinen Puls mehr. Beide wurden ins Gesundheitszentrum Archangelos gebracht, wo Ärzte den Tod der Frau feststellten und den Mann versorgten. Ersten Einschätzungen zufolge waren die beiden noch nass vom Schwimmen, als der Blitz einschlug. Die Polizeibehörde von Gennadi leitete eine Untersuchung der genauen Umstände ein, so Keep Talking Greece.
Schwerer Herbststurm trifft Kreta und die Ägäis
Der tödliche Blitzschlag auf Rhodos ist kein Einzelfall. Ein massiver Herbststurm wütet seit Tagen über weiten Teilen Griechenlands. Besonders hart trifft es Kreta: Bei Rethymno maßen Meteorologen innerhalb von 24 Stunden rund 500 Liter Regen pro Quadratmeter, so die dpa. Flüsse traten über die Ufer, Autos wurden ins Meer gespült, Brücken und Straßen zerstört. Im gebirgigen Hinterland der Insel kam ein Hirte in den Fluten ums Leben, wie die örtliche Feuerwehr mitteilte.
Windböen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde legen auch den Fährverkehr lahm. Die meisten Schiffe blieben am Freitag in den Häfen – betroffen sind Verbindungen in der gesamten Ägäis. Der griechische Zivilschutz warnte vor weiteren Überschwemmungen und Erdrutschen, weil der Boden vielerorts bereits gesättigt ist.
Griechenland: Unwetter-Warnung gilt bis Sonntag
Der griechische Wetterdienst EMY erwartet, dass die Lage vorerst angespannt bleibt. „Die Gefahr ist nicht vorbei“, warnte ein Meteorologe im griechischen Rundfunk, zitiert von dpa. Heftige Regenfälle und Gewitter sollen demnach bis Sonntag anhalten. Auch für Rhodos und die gesamte Dodekanes-Inselgruppe gilt weiterhin erhöhte Alarmbereitschaft, teilte das griechische Zivilschutzministerium mit. (Quellen: dpa, Keep Talking Greece) (cgsc)