Heidelandschaft mitten im Ruhrgebiet: Kaum jemand erwartet dieses lila Blütenmeer

Heidelandschaft mitten im Ruhrgebiet Kaum jemand erwartet dieses lila Blütenmeer

11.09.2026 14:30 Uhr

Ein Weg in der Westruper Heide.
Das Naturschutzgebiet der Westruper Heide überrascht mit einem lila Blütenmeer im Ruhrgebiet. © Michael - stock.adobe.com

Ein lila Blütenmeer, idyllische Wanderwege und seltene Tierarten: Dieses Naturschutzgebiet gehört zu den schönsten Landschaften im Ruhrgebiet.

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Lila Blüten, sandige Pfade und knorrige Wacholderbüsche: Auf knapp 90 Hektar erstreckt sich ein Naturschutzgebiet im nördlichen Ruhrgebiet. In der Nähe von Haltern am See findet sich eine Landschaft, die zum Spazieren und Wandern einlädt.

Lila Blütenmeer in der Westruper Heide

Durch jahrhundertelange Nutzung ist in Nordrhein-Westfalen die Westruper Heide entstanden. Ursprünglich war das Gebiet, das direkt neben Haltern am See liegt, bewaldet. Doch Menschen holzten die Bäume ab, ließen ihre Tiere im Wald grasen und sammelten die Blätter und das Gras als Einstreu für den Stall. Dadurch wurde der Wald immer lichter und es konnten kaum noch Bäume nachwachsen. Heidepflanzen kommen mit solchen armen Böden gut zurecht. Deshalb entstand dort nach und nach eine große, offene Fläche mit Besenheide und Glockenheide.

Heute ist die rund 88 Hektar große Landschaft ein Naturschutzgebiet und bietet neben Pflanzen wie Sandheide, Wacholder oder Buchen- sowie Eichenwälder, auch verschiedenen Insekten- und Vogelarten sowie Reptilien ein Zuhause. Folgende Arten können in der Westruper Heide entdeckt werden:

Aktivitäten in der Westruper Heide

Durch die Westruper Heide führen vier thematische Wanderrouten. Diese setzen jeweils ein Tier oder einen Aspekt der Landschaft in Szene.

  • Bienen-Route: Rundweg vorbei am Heidehäuschen und durch Wälder
  • Naturerlebnis-Route: Besondere Naturmerkmale und Findlinge
  • Heide-Wald-Route: Kombination aus Heidelandschaft und Wald
  • Dünen-Route: Heide- und Binnendünenlandschaft

Es gibt auch Führungen, die sowohl die Entstehung als auch den Naturschutz und die seltenen Tier- und Pflanzenarten, die in der Westruper Heide gefunden werden können, vorstellen. Ein Besuch des kleinsten Heidemuseums kann den Ausflug zur Westruper Heide abrunden.

Übrigens: Wer nach dem Besuch der Westruper Heide einen weiteren Ausflug plant, kann sich die Heidelandschaft im Nationalpark Hoge Kempen, nur etwa 60 Minuten von NRW entfernt, anschauen.

Naturschutzgebiet Westruper Heide: Sind Hunde erlaubt?

Auch Vierbeiner sind im Naturschutzgebiet willkommen und dürfen ihre Besitzer bei einem Spaziergang durch die Westruper Heide begleiten. Zum Schutz der empfindlichen Heideflächen und der dort lebenden Tiere müssen Hunde jedoch stets an der Leine geführt werden. So lassen sich Wildtiere und ihre Rückzugsräume ungestört bewahren, während Besucherinnen und Besucher die besondere Landschaft gemeinsam mit ihrem Hund genießen können.

Zwei Schafe stehen in der Westruper Heide.
In der Westruper Heide leben verschiedene Tierarten.© Stock.Adobe/Marcus Retkowietz

Westruper Heide: Das ist zum Naturschutz zu beachten

Da die Westruper Heide ein Naturschutzgebiet ist, müssen einige Schutzvorschriften beachtet werden. So ist es zum Beispiel verboten, Flächen zu betreten, die außerhalb der Straßen und Wege liegen. Dies gilt insbesondere auch für angeleinte Hunde. Es gilt eine Leinenpflicht. Ebenso darf das Gebiet nicht mit dem Fahrrad, Auto, Pferdetransporter sowie Anhänger oder Baugeräten befahren werden. Auch Flugsportarten wie zum Beispiel Drohnenflüge sind nicht erlaubt. Des Weiteren sind Fotoshootings oder andere Veranstaltungen verboten.

Westruper Heide: Anfahrt und Parken

Es gibt mehrere Parkplätze, die an der Westruper Heide gelegen sind. Dazu gehört der Wanderparplatz am Flaesheimer Damm und die Parkplätze an der Hullerner Straße. Die Parkplätze sind kostenfrei.

Das Naturschutzgebiet kann über die A43 und die Ausfahrt Haltern am See (A43) erreicht werden.