Antonelli warnte immer vor Norris

Heisser WM-Kampf in der Formel 1

Weshalb die Norris-Pole in Madrid nicht überraschend kommt

Lando Norris schnappt sich in Madrid überraschend die Pole. Überraschend? Der Weltmeister gehört zu den formstärksten Piloten der letzten Rennen.

Publiziert: vor 41 Minuten

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Roger BenoitFormel-1-Experte

Der Titelkampf schien nach der Monza-Zauberei von Kimi Antonelli (20) entschieden. Nach der sensationellen Pole-Position von Weltmeister Lando Norris (26) bei der Madring-Premiere im McLaren-Mercedes muss man wieder an die Worte des WM-Leaders denken.

Antonelli vor und nach Monza zu Blick: «Alle reden beim WM-Kampf immer von Russell und Hamilton als meine gefährlichsten Gegner. Aber vergesst bitte Norris nicht!»

Der Brite hat in Spanien als 19-facher Polesetter Antonelli neben sich. 0,011 Sekunden fehlten. Antonelli mit seinem begeisternden Lachen: «Ich dachte, ich hätte es geschafft. Dann kommt dieser Typ und ist noch schneller. Wir sehen uns am Morgen wieder.»

Nach Zahlen liegt Norris noch 96 Punkte hinter dem Mercedes von Antonelli (bei Russell sind es 66, bei Hamilton 76).

Form stimmt bei Norris

Doch Norris hat von den letzten drei Rennen zwei gewonnen (Ungarn, Holland) – und Madrid war seine dritte Pole in den letzten vier Rennen!

«Ich bin vom besten Startplatz selbst überrascht. Ich glaube, ich bin meine beste Runde in der Formel 1 gefahren. Das Auto wurde immer schneller auf diesem komplizierten Kurs, wo man kaum überholen kann. Also sollte ich die Pole ausnutzen.»

Schauen wir mal kurz auf die Punkteausbeute der besten sechs Fahrer in den letzten vier Rennen: Antonelli 88, Norris 74, Verstappen 51, Russell und Leclerc je 47 sowie Hamilton 44.

Für Verstappen ist der dritte Startplatz neben Hamilton das «Maximum, das möglich war, also freuen wir uns. Denn auf dieser Strecke erwarten uns sicher noch viele unbekannte Dinge!» 

Spektakel wird erwartet

Der Holländer meinte wohl auch Unfälle und Mauerküsse auf den 57 Runden auf dem 5,416 km langen Kurs mit der 500 Meter langen Steilwandkurve. Ein Blick in den Fernsehkasten könnte sich lohnen.

Bei Ferrari kann man mit den Positionen vier und fünf wieder einmal nicht zufrieden sein. Und das Chaos ist programmiert, weil Leclerc weiter keine Stallorder akzeptieren wird. Und diese sollte Teamchef Vasseur endlich herausgeben, bevor es nach dem Monza-Teamkuss nach 15 Sekunden wieder zu einer haarigen Szene kommt.

Nun, Leclerc liegt 36 Punkte hinter Hamilton, der einmal zu viel riskierte und den Ferrari im Training in die Tecpro-Mauern knallte. Der Druck wächst auch beim Briten, der eine Minute vor dem Quali-Ende noch vorne lag.

Und Audi? Auf den Plätzen 11 (Hülkenberg) und 12 (Bortoleto) verpasste man das Top-10-Finale knapp. Doch der gute Neueinsteiger könnte am Sonntag wieder mal ein paar Punkte abstauben. Wenn es vorne kracht …

Übrigens: Beide Spanier, Sainz (Williams) und Alonso (Aston Martin), flogen schon im ersten Quali-Teil raus!

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