Immerhin einer jubelt: Herbst-Blues legt die 2. Fußball-Bundeliga schlafen
Immerhin einer jubelt
Herbst-Blues legt die 2. Fußball-Bundeliga schlafen
00:00
/
03:30
09.10.2026 | 20:25 Uhr
Die 2. Fußball-Bundesliga bietet nach der Länderspielpause erstmal ganz wenig Offensiv-Spektakel. Zum Auftakt des 7. Spieltags fällt ein mickriges Törchen. Zwei Aufstiegs-Aspiranten teilen sich brav die Punkte.
1. FC Heidenheim - 1. FC Kaiserslautern 0:0
Absteiger 1. FC Heidenheim hat beim Restart der 2. Fußball-Bundesliga den Sprung auf einen Aufstiegsplatz verpasst. Das Team von Trainer Frank Schmidt kam im Spitzenspiel gegen den Tabellennachbarn 1. FC Kaiserslautern nach der verlängerten Länderspielpause nicht über ein 0:0 hinaus und ließ im vierten Heimspiel erstmals Punkte liegen. Mit 15 Zählern bleibt Heidenheim nach dem fünften Spiel in Folge ohne Niederlage vorerst Dritter - zwei Punkte vor den Roten Teufeln.
Die Gäste erwischten den besseren Start und hatten durch Naatan Skyttä, der knapp über das Tor schoss (7.), und Semih Sahin, dessen abgefälschter Schuss auf die Latte klatschte (9.), früh Chancen zur Führung. Heidenheim tat sich dagegen schwer, gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Ein Distanzschuss von Jan Schöppner war der erste Versuch (23.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte prüfte Marlon Ritter FCH-Keeper Thomas Dähne noch einmal mit einem Freistoß (45.+1).
Nach der Pause brachte Schmidt Torjäger Budu Siwsiwadse, auf den er zunächst verzichtet hatte, weil er nach seiner Länderspielreise mit Georgien zu spät zum Training gekommen war. Die Gastgeber agierten jetzt zielstrebiger: Erst traf Julian Niehues aus spitzem Winkel das Außennetz (55.), dann köpfte Patrick Mainka drüber (56.). Doch das Niveau blieb bei vielen Ungenauigkeiten und Stockfehlern überschaubar. Die größte Chance hatten aber die Pfälzer: Einen Kopfball von Alex Murphy parierte Dähne glänzend (77.).
Eintracht Braunschweig - Holstein Kiel 1:0 (1:0)
Eintracht Braunschweig ist mit Schwung aus der langen Länderspielpause gekommen. Die Niedersachsen gewannen das Kellerduell gegen Holstein Kiel mit 1:0 (1:0) und verschafften sich mit dem zweiten Saisonsieg etwas Luft. Jan Urbich (11.) traf für das Team von Trainer Lars Kornetka, das nach dem furiosen 6:1-Auftaktsieg beim 1. FC Magdeburg fünfmal in Folge nicht gewonnen hatte. Mit sieben Punkten liegt der deutsche Meister von 1967 nun im Tabellenmittelfeld, Kiel mit seinen vier Zählern könnte im Verlauf des Spieltags noch auf den letzten Platz rutschen.
Bei Dauerregen erwischte die Eintracht einen starken Start, Urbich ließ die Heimfans nach nicht mal drei Minuten jubeln, doch der Angreifer stand vor seinem Treffer minimal im Abseits. Aber nur wenig später war die 22 Jahre alte Leihgabe von Borussia Mönchengladbach bei einem völlig verunglückten Rückpass von Kiels Innenverteidiger Ivan Nekic zur Stelle. Urbich umkurvte Holstein-Keeper Timon Weiner und traf auf spitzem Winkel zur Führung.
Nekic wiederum sendete mit einem Kopfball nach einer halben Stunde das erste offensive Lebenszeichen der Kieler, die nach dem Seitenwechsel den Druck weiter erhöhten. Braunschweig ließ aber im eigenen Strafraum dem Gegner, der noch auf den ersten Saisonsieg wartet, nur wenig Raum.
Verwendete Quellen: ntv.de, mar/sid