Hertha leiht Stürmer Gustaf Nilsson vom FC Brügge für ein Jahr aus
Hertha BSC hat kurz vor Ende der Transferperiode einen dringend gesuchten Mittelstürmer verpflichtet. Der schwedische Nationalspieler Gustaf Nilsson wechselt vom belgischen Erstligisten FC Brügge zunächst auf Leihbasis nach Berlin. Die Blau-Weißen sicherten sich zudem eine Kaufoption.
Lange hatte Hertha nach einem Angreifer mit Durchschlagskraft gesucht, nun ist die wichtigste Personalie des Sommers perfekt. Am Montagabend unterschrieb Gustaf Nilsson seinen Vertrag bei den Berlinern. Der 29-Jährige war bereits am Sonntag am Hauptstadtflughafen BER gelandet und absolvierte am Montag den Medizincheck. Danach wurden die letzten Details zwischen Hertha und dem FC Brügge geklärt.
Hertha setzt sich im Werben um Nilsson durch
Mit dem schwedischen Nationalspieler gewinnt Hertha nicht nur einen erfahrenen Stürmer, sondern auch ein begehrtes Transferziel. Denn zuletzt hatte sich auch Hannover 96 intensiv um Nilsson bemüht. Die Niedersachsen suchten ebenfalls dringend Verstärkung für das Sturmzentrum, konnten den Schweden jedoch nicht von einem Wechsel überzeugen.
Für Hertha-Sportdirektor Benjamin Weber ist die Verpflichtung ein wichtiger Erfolg. „Gustaf deckt genau das Profil ab, das wir noch für den Angriff gesucht haben. Er ist groß, besitzt ein sehr gutes Kopfballspiel und ist abschlussstark. Zudem bringt er reichlich Erfahrung mit“, erklärte Weber nach der Vertragsunterzeichnung.
Hertha BSC
Neuer Mut bei Hertha BSC zahlt sich aus: Zehn Tore und ein veränderter Geist
Mit einer Körpergröße von 1,97 Metern soll Nilsson künftig vor allem im Strafraum für Präsenz sorgen. Seine Stärken in der Luft und seine physische Spielweise galten seit Monaten als Argumente für eine Verpflichtung. Bereits vor mehr als zwei Monaten stand der Schwede auf der Wunschliste der Berliner Verantwortlichen.
Nilsson selbst zeigte sich von den Gesprächen mit Hertha überzeugt. „Wir hatten gute Gespräche, in denen sich schnell herausgestellt hat, dass Hertha für mich eine fantastische Option darstellt. Jetzt kann ich es kaum erwarten, vor den Fans im Olympiastadion aufzulaufen“, sagte der Angreifer.
Schwierige Zeit beim FC Brügge
Der Wechsel nach Berlin kommt für Nilsson zu einem wichtigen Zeitpunkt seiner Karriere. Beim FC Brügge spielte der Stürmer zuletzt kaum noch eine Rolle. Nach Informationen aus Belgien gehörte er nicht mehr zum engeren Kreis der Mannschaft und durfte zeitweise nicht einmal mit dem Team trainieren.
Dabei investierte Brügge erst vor zwei Jahren rund sieben Millionen Euro in den Schweden. Zuvor hatte Nilsson bei Royale Union Saint-Gilloise in Belgien überzeugt und in der Saison 2023/24 insgesamt 16 Ligatore erzielt. Seine Leistungen brachten ihm auch einen Platz im Kader der schwedischen Nationalmannschaft ein.
Hertha BSC
Das Hertha-Wunder hat den nächsten Magier – Jon Thorsteinsson
Rückkehr nach Deutschland
Deutschland ist für Nilsson kein Neuland. Bereits zwischen Januar 2021 und Sommer 2022 spielte er für den SV Wehen Wiesbaden in der 3. Liga. Nun folgt die Rückkehr in den deutschen Fußball, allerdings nicht nach Hannover, sondern in die Hauptstadt.
Für Hertha könnte der Zeitpunkt kaum besser sein. Die Berliner sind mit drei Siegen in die neue Zweitliga-Saison gestartet und zählen aktuell zu den Aufstiegsfavoriten. Der erfolgreiche Saisonbeginn dürfte bei Nilssons Entscheidung eine wichtige Rolle gespielt haben.
Nun ruhen die Hoffnungen vieler Hertha-Fans auf dem neuen Mittelstürmer. Die Voraussetzungen bringt er mit: internationale Erfahrung, körperliche Präsenz und nachgewiesene Torgefahr. Ob Gustaf Nilsson zum fehlenden Puzzlestück im neuen Offensivfußball von Trainer Stefan Leitl wird, muss sich zeigen. Fest steht jedoch schon jetzt: Hertha hat das Transferduell gegen Hannover 96 gewonnen und sich rechtzeitig vor Transferschluss einen ihrer Wunschspieler gesichert.
Lesen Sie mehr zum Thema