Explosive Zufallsfunde - und ein Konzert mit einem erstaunlich pünktlichen Haftbefehl
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Hessen am Abend
Explosive Zufallsfunde und ein erstaunlich pünktlicher Haftbefehl
Zufallsfunde mit erstaunlich viel Sprengkraft, ein pünktlicher, aber unspektakulärer Haftbefehl und eine schwer zu stoppende Geisterfahrerin. Das und mehr gibt es in Anikke Fischers Blick auf den Tag.
Bild © picture alliance / dpa | Paul Zinken, Join Live Events, Eva Roessler (hr), AdobeStock | eyewave, Collage: hessenschau.de
Wissen Sie ganz genau, was sich alles in Ihrem Keller befindet? Wahrscheinlich nicht. Sollte unter den Kellerschätzen jedoch ein Paket mit Sprengstoff dabei sein, wäre es eher ungewöhnlich, wenn Sie das vergessen hätten.
Aber genau das ist anscheinend im mittelhessischen Dietzhölztal (Lahn-Dill) passiert. Bei Sanierungsarbeiten eines alten Hauses im Ortsteil Rittershausen fanden Arbeiter im Keller eine auffällige Kiste.
Auf ihr befand sich der Aufdruck einer Chemiefirma, die in den 1920er Jahren Sprengstoff hergestellt hatte, wie die Polizei berichtete. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Inhalt tatsächlich um Sprengstoff. Da ein Abtransport zu riskant erschien, wurde der Inhalt auf einem Feld kontrolliert gesprengt. Die Polizei vermutet, dass der explosive Fund möglicherweise Jahrzehnte lang unbemerkt im Keller gelegen hatte.
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Nicht nur in Kellern stolpern die Hessen über gefährliche Funde – auch ein Waldspaziergang von Vater und Sohn kann den Kampfmittelräumdienst auf den Plan rufen. Der 48-Jährige und sein Kind entdeckten am Sonntag eine Panzergranate in einem Bachbett bei Riedstadt (Groß-Gerau). Das Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Montagvormittag gesprengt.
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00:39 Min.|hessenschau.de (Anna Vogel)
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Ebenfalls eine besondere Entdeckung - allerdings deutlich ungefährlicher - hat Biggi Landau in Neckarsteinach (Bergstraße) gemacht.
“In der allerletzten Ecke Hessens, an der Schleuse Neckarsteinach, trafen wir den fliegenden Diamanten, strategisch clever an der Fischtreppe positioniert”, schreibt uns Biggi Landau zu diesem schillernden Eisvogel. Bild © Biggi Landau
- Haftbefehl: Pünktlich aber unspektakulär
- Neues Design für fast jede zweite S-Bahn im Rhein-Main-Gebiet
- Geisterfahrerin auf A7 mit Nagelbrett gestoppt
- Weitere Themen des Tages
- Blick über den Tellerrand
- Streaming-Tipp: Der Pokémon-Hype
- Podcast-Tipp: Pornosüchtig am Arbeitsplatz
- Eins noch ...
Haftbefehl: Pünktlich, aber unspektakulär
Der Offenbacher Musiker Haftbefehl hat am Sonntagabend tatsächlich wieder auf einer Bühne gestanden und gerappt. Der heute 40 Jahre alte Musiker mit türkisch-kurdischen Wurzeln gab mit seinem Deutschrap Millionen Heranwachsenden mit Migrationshintergrund über Jahre hinweg eine Stimme, die wie er in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen waren.
Er gilt als Musiker mit Kultstatus – aber auch als tragische Figur. Haftbefehl sorgte mit einer schonungslos brutalen Netflix-Dokumentation über seine Drogenabhängigkeit für Aufsehen.
Jetzt feierte Aykut Anhan, wie Haftbefehl mit bürgerlichem Namen heißt, in der Frankfurter Festhalle sein Comeback.
Anders als bei einigen vorherigen Konzerten kam Haftbefehl tatsächlich. Statt der geplanten zwei Stunden endete der Auftritt zwar schon nach knapp 60 Minuten – und ohne Zugabe. Bei Klassikern wie "069" oder "Chabos wissen wer der Babo ist" war die Stimmung aber super, wie unsere Redakteurin Grete Götze beschrieben hat.
Aykut Anhan trug auf der Bühne eine Maske, die an Hannibal Lecter erinnerte. Am Ende der Show holte Hafti seinen Sohn auf die Bühne, auch dieser trug eine Maske. Wegen starken Kokainkonsums ist Haftbefehls Nase stark geschädigt.
Wie genau das Konzert gelaufen ist, lesen Sie hier.
Video
00:33 Min.|21.09.26, 10:25 Uhr|hessenschau.de
Haftbefehl gibt Comeback in Frankfurter Festhalle
Ende des Videobeitrags Neues Design für fast jede zweite S-Bahn im Rhein-Main-Gebiet
Etwa jede zweite S-Bahn im Rhein-Main-Gebiet bekommt ein neues Design, wie die Deutsche Bahn und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) am Montag erklärten. Außen sind die Züge nicht mehr rot, sondern weiß mit blauem Streifen und grüner Front.Nach dem aktuellen Zeitplan sollen bis zum Sommer 2029 alle 98 Fahrzeuge der Baureihe ET430 modernisiert werden. Die ersten umgestalteten Züge sollen laut Bahn und RMV Ende Oktober auf den Linien S1, S4, S8 und S9 unterwegs sein. Das sind die größten Änderungen:
- Es gibt keine 1. Klasse mehr.
- Die Gepäckablagen sind verschwunden. Weil die Sitze "schweben", ist darunter Platz für Gepäck.
- Trichterförmige Eingangsbereiche sollen mehr Platz zum Ein- und Aussteigen bieten.
- In jedem Wagen gibt es 34 Steckdosen.
- Statt Halteschlaufen von der Decke gibt es Haltegriffe auf Handhöhe.
- Für Radfahrer gibt es einen Bereich, in dem sie das Vorderrad schräg in eine Halterung an der Wand schieben können.
- Entlang mancher Fenster gibt es Klappsitze, vor denen weitere Fahrräder, Kinderwagen oder Rollstühle stehen können.
- Die Displays sind größer und sie zeigen zeitgleich mehr Informationen auf den Bildschirmen an.
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00:39 Min.|Roman Warschauer
Bild © hessenschau.de| zur Audio-Einzelseite
Geisterfahrerin auf A7 mit Nagelbrett gestoppt
Nur ein Nagelbrett konnte sie stoppen: Alle Versuche, eine Falschfahrerin in der Nacht zum Montag auf der A7 zwischen Kassel-Süd und Guxhagen zu stoppen, schlugen zunächst fehl.
Nach Angaben der Polizei fuhr die 68-Jährige, die aus Niedersachsen nach Hessen unterwegs war, 35 Kilometer auf der Autobahn gegen die Fahrtrichtung. Als letztes Mittel setzte die Polizei schließlich ein Nagelbrett ein. Die Fahrerin machte einen deutlich verwirrten Eindruck und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Verletzt wurde bei der Irrfahrt niemand.
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00:37 Min.
Bild © hessenschau.de| zur Audio-Einzelseite
Weitere Themen des Tages
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Ein kurzer Blick über den Tellerrand
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Streaming-Tipp: Der Pokémon-Hype · 30 Jahre Pikachu, Karten und Kult
Pikachu auf dem Game Boy, Glurak im Tauschordner: Pokémon war für Reporter Frederik Fleig als Kind das Größte. 30 Jahre später will er wissen, warum der Hype bis heute anhält - und macht sich auf den Weg von deutschen Schulhöfen bis zum Ursprungsort in Japan.
Aus dem einstigen Kinderzimmer-Hobby ist längst ein Milliardengeschäft geworden, bei dem einzelne Sammelkarten inzwischen für Millionen über die Theke gehen. Was macht eine Idee aus, die nicht nur Kinder, sondern ganze Generationen fesselt – und warum können selbst die größten Fans nicht erklären, warum sie einfach nicht loslassen können? Eine Spurensuche zwischen Kindheitserinnerung und großem Geld.
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In der Serie "Nachtcafé" spricht der Journalist Michael Steinbrecher mit seinen Gästen über sehr persönliche Themen.
Zum Beispiel mit Katja. Sie verfiel als Teenager erstmals Groschenromanen und erotischen Mangas. Daraus entwickelte sich eine Pornosucht, die jahrelang ihr Leben bestimmte - bis sie am Arbeitsplatz aufflog.
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Ende des externen InhaltsEins noch ...
Ausgerechnet in Osthessen sitzt mit der "Jellyfish Farm" die nach Betreiberangaben größte Quallenzucht Europas. Eine Nähe zum Meer ist dafür nicht erforderlich - aber viel Platz. Den hat das Unternehmen in einer Lagerhalle in Flieden (Fulda) gefunden.
In der Zucht befinden sich rund 3.000 Quallen. Sie verteilen sich auf zwölf Anlagen mit insgesamt 200 Becken. Zu den Abnehmern der Quallen zählen unter anderem Zoos und wissenschaftliche Institute.
Aber Quallenzüchter Alexander Dressel will nicht nur seinen Betrieb ausbauen, sondern darin auch eine "Erlebniswelt" schaffen, in der Besucher die Nesseltiere anschauen können. Im Jahr 2027 soll die Quallenfarm der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
"Wenn man Quallen im Aquarium betrachtet, zeigt sich ihre Schönheit - mit dem großen Schirm, den feinen Tentakeln und den rhythmischen Pumpbewegungen, die an unseren Herzschlag erinnern", schwärmt Dressel.
Ende des Videobeitrags Ich verabschiede mich - morgen ist mein Kollege Sven-Oliver Schibat wieder für Sie da. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend.
Ihre Anikke Fischer (ist überrascht über das Königreich dieser besonderen Majestät - Link führt zu tagesschau.de)
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