Rekord-Juni mit 41 Grad führte zu mehr Badeunfällen - DLRG gibt lebenswichtige Tipps

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DLRG mahnt zur Vorsicht Mehr tödliche Badeunfälle im Rekordhitze-Juni

Im Rekord-Juni mit Temperaturen bis 41 Grad sind in Hessen laut DLRG mehr Menschen beim Baden und Schwimmen ertrunken als in früheren Jahren im Monat Juni. Ein tödlicher Unfall geschah in einem Freibad.

Einsatzkräfte in einem roten Schlauchboot fahren über einen Badesee.

Die DLRG hält Ausschau nach Schwimmern in Not (Archivbild). Bild © 5vision.news

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00:20 Min. |Daniel Scondo

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Im vergangenen Monat mit seiner rekordverdächtigen Hitzewelle sind in Hessen sechs Menschen ertrunken - und damit mehr als in den Vorjahren. Im Juni 2025 waren es nur vier, im Juni 2024 ein Mensch.

Das geht aus der Bilanz der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervor, die in Bad Nenndorf veröffentlicht wurde. Demnach gab es nur in Nordrhein-Westfalen (22), Bayern (21), Baden-Württemberg (13) und Niedersachsen (8) in diesem Juni mehr tödliche Badeunfälle als in Hessen.

Bundesweit gab es so viele Ertrunkene wie seit über 20 Jahren in keinem Juni mehr: Die DLRG zählte 99 Todesfälle. Zuletzt wurden im Hitzesommer 2003 mit 107 verunglückten Menschen mehr Badetote in einem Juni gezählt. 

DLRG: "Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen"

"Der tragische Start in die Badesaison gibt Anlass zur Sorge, dass bei weiteren Hitzewellen im Hochsommer erneut viele Menschen ihr Leben im Wasser verlieren könnten", sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt zu der Entwicklung. Die Lebensretter riefen zum Beginn der Sommerferien dazu auf, Gefahren am Wasser nicht zu unterschätzen.

Und die betreffen vor allem Männer: "Über 90 Prozent der Todesopfer im Juni waren männlich; unter den jungen Leuten sogar alle", sagte Vogt zu den bundesweiten Fällen. "Wir appellieren deshalb besonders an Jungen und Männer, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und auf riskante Aktionen zu verzichten." Sie betonte: "Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen - aber das Leben zu verlieren."

Mehr Badeunfälle in Seen und Flüssen als im Schwimmbad

Die meisten tödlichen Unglücke ereigneten sich im Juni in Seen und Flüssen. In Schwimmbädern, in Kanälen und im Meer starben weniger Menschen. 

In Hessen waren am 23. Juni drei 23, 27 und 50 Jahre alte Männer nach dem Baden tot aus dem Rhein geborgen worden. Sie waren zuvor bei Biblis (Bergstraße) und Gernsheim (Groß-Gerau) als vermisst gemeldet worden. Eine Tage danach ertranken ein 40-Jähriger im Raunheimer Waldsee sowie ein weiterer 40-Jähriger im Natursee Bühl bei Ahnatal (Kassel). Ende Juni starb ein 76-Jähriger beim Schwimmen in einem Freibad in Vellmar (Kassel).

Viele Menschen unterschätzen Gefahren

Die Auswertung im Juni zeige bekannte Muster, urteilten die DLRG-Retter: Viele Menschen unterschätzen demnach Gefahren, vor allem die Strömung und den Temperaturunterschied beim übereifrigen Sprung ins Wasser. Dazu kommt, dass viele Menschen schlechte Schwimmer sind, außerdem sorgen Selbstüberschätzung, Sprünge in zu flache und trübe Gewässer sowie medizinische Notfälle für Gefahr.

Videobeitrag hs

Bild © hr

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Um das Risiko zu verringern, mahnte die DLRG zu Vorsicht und Aufmerksamkeit in den kommenden Wochen. Wer Abkühlung sucht, soll demnach nur an bewachten Badestellen und nie überhitzt ins Wasser springen, sondern sich vorher abkühlen, Strömungen und unbekannte Gewässer meiden und nie unter Alkohol- oder Drogeneinfluss schwimmen. Überdies sollten die Menschen Kinder immer beaufsichtigen, auf die Mitmenschen achten, beim Paddeln oder Surfen eine Schwimmweste tragen, genug trinken und sich nicht zu lange der Sonne aussetzen.