Hier soll ein riesiges neues Stadtquartier in München entstehen – „Wesentlichen Beitrag leisten“
Stand: 03.08.2026, 08:15 Uhr
Kommentare

2700 neue Wohnungen, Kitas, Gastronomie und Geschäfte: In Trudering ist ein riesiges neues Quartier geplant. Nun investiert auch ein Unternehmens-Joint-Venture massiv in das Projekt.
München – Große Pläne im Münchner Osten: Auf dem Areal am Rappenweg in Trudering soll ein riesiges Quartier mit Wohnungen, Kitas, Einzelhandel, Gastronomie sowie Grünflächen entstehen. Noch befindet sich hier ein karges Gewerbegebiet mit einem Containerlager – doch bald sollen hier 2000 bis 2700 Wohnungen gebaut werden, davon 50 Prozent gefördert. Wie die tz erfuhr, hat nun ein Joint Venture (dabei arbeiten mehrere Firmen miteinander) ein rund 85.000 Quadratmeter großes Grundstück innerhalb des 25,5 Hektar großen Planungsgebiets erworben und beteiligt sich an der Entwicklung des Quartiers.

Das Joint Venture wurde gegründet von der ALP.X Group, die sich als „auf Immobilien- und Infrastrukturthemen spezialisierter Projektentwickler“ bezeichnet, sowie von einem von Ginkgo Advisor beratenen Fonds. Das Unternehmen Ginkgo ist Teil der Edmond de Rothschild Gruppe und wird als „eine der führenden europäischen Investmentplattformen für nachhaltige Stadtentwicklung“ bezeichnet. Es „erwirbt, saniert und entwickelt belastete und vernachlässigte urbane Standorte“.
In Abstimmung mit der Bayerische Hausbau Development wolle das Joint Venture die Verantwortung für die Entwicklung des Grundstücks übernehmen und eng mit den weiteren Projektbeteiligten und der Landeshauptstadt München zusammenarbeiten. „Diese Quartiersentwicklung kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den dringenden Bedarf an neuem Wohnraum in München zu decken und zugleich ein gut angebundenes, gemischt genutztes und nachhaltiges Quartier zu schaffen“, sagt Sebastian A. Lüdke, Chef und Gründer der ALP.X Group.

„Die gute Uta“: So soll das neue Quartier heißen – benannt nach der sagenumwobenen Frau Uta, die im 11. Jahrhundert in Trudering große Ländereien der Gemeinde schenkte. Das „Gute-Uta-Quartier“ soll nun „für eine harmonische Verbindung von urbaner Lebendigkeit und dem stadtnahen Leben im Grünen“ stehen, wie es die Kooperationsgemeinschaft Rappenweg formuliert, die aus Grundstückseigentümern im betroffenen Gebiet besteht.
Wie geht es nun weiter mit den Quartiersplänen? Wie es auf gute-uta.de heißt, sollen erneut Fachbehörden sowie die Öffentlichkeit im Bebaungsplanverfahren beteiligt werden, bis es dann am Ende zu einem Satzungsbeschluss im Stadtrat kommen soll.
Im Bezirksausschuss Trudering hatte es im vergangenen Jahr Widerstand gegen das Projekt gegeben: Die Bebauung sei zu hoch und zu dicht. Auch die Nachbargemeinde Haar zeigte sich kritisch gegenüber den Plänen.