"Historischer Erfolg": Säbelfechterin Larissa Eifler gewinnt WM-Gold
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"Historischer Erfolg" Säbelfechterin Eifler gewinnt sensationell WM-Gold
Larissa Eifler ging als absolute Außenseiterin in die Titelkämpfe im Fechten. Nun ist die 27-Jährige aus Alsfeld Weltmeisterin und hat damit eine lange Durststrecke beendet.
Larissa Eifler mit ihrer WM-Medaille Bild © hessenschau.de
Säbelfechterin Larissa Eifler hat sensationell Gold bei den Weltmeisterschaften in Hongkong gewonnen. Die 27-Jährige aus Alsfeld (Vogelsberg) bejubelte bei den Titelkämpfen in Asien durch ein 15:10 im Finale am Sonntag gegen die Französin Sara Balzer den größten Erfolg ihrer Karriere und beendete für den Deutschen Fechter-Bund eine lange Durststrecke.
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00:54 Min.|26.07.26|Jan Günther
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Eifler: "Großartige Belohnung"
"Ich hatte immer das Gefühl, dass ich unterschätzt werde und dass ich irgendwie mein Potenzial so oft nicht abrufen konnte. Jetzt fühlt es sich nach den vielen Jahren harter Arbeit einfach wie eine großartige Belohnung an", sagte Eifler nach ihrem Coup. "Ich habe versucht, es einfach zu genießen und die ganze Zeit positiv zu bleiben."
Eifler hatte zu Beginn ihrer Karriere beim TV Wetzlar trainiert und war dort mehrfach als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet worden. Inzwischen studiert sie in Köln Psychologie.
Erstes WM-Gold seit 2014
Der WM-Triumph von Eifler, die in der Weltrangliste nicht unter den ersten 30 platziert ist, ist eine riesengroße Überraschung. Auf dem Weg zu ihrem Titelgewinn bezwang sie unter anderem Olympiasiegerin Manon Apithy aus Frankreich im Achtelfinale. Im Gefecht um Gold gegen Apithys Teamkollegin Balzer zeigte Eifler wie im gesamten Turnierverlauf eine starke Leistung und ließ sich auch von einem frühen 1:6-Rückstand nicht beeindrucken.
Das letzte deutsche WM-Gold gab es 2014 im russischen Kasan für die Säbelmänner im Team, das letzte Einzel-Gold bei einer WM gewann 2010 Florettfechter Peter Joppich. Die letzte Medaille holte 2022 Degenfechterin Alexandra Ndolo, die anschließend für Kenia - das Geburtsland ihres Vaters - startete. Sie bejubelte damals Silber im Einzel.
Verband seit Jahren in sportlicher Krise
Für das deutsche Fechten ist der Erfolg Eiflers Balsam für die Seele. Bei Olympischen Spielen ging der Verband 2016 in Rio de Janeiro, 2021 in Tokio und auch vor zwei Jahren in Paris leer aus. Bei den Sommerspielen in der französischen Hauptstadt gehörten gerade einmal zwei Sportler zum Aufgebot. Auch Eifler hatte die Qualikation für Paris verpasst und sich im Anschluss für ein halbes Jahr aus dem Wettkampfsport zurückgezogen.
"Dass Larissa sehr gut fechten kann, wussten wir schon lange. Heute hat sie das mit einer unfassbar guten mentalen Einstellung kombiniert. Wir sind alle sehr stolz auf sie und ihr Trainerteam", sagte Tobias Kirch, Sportdirektor beim Deutschen Fechter-Bund. Verbandspräsident Benjamin Denzer sprach von einem "historischen Erfolg".