Hitze in der Innenstadt: Frankfurt stellt Kühlbusse für Obdachlose auf
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Hitze in der Frankfurter Innenstadt Kühlbusse sollen Obdachlose vor der Hitze schützen
Die Stadt glüht, die Menschen schwitzen: Wegen der großen Hitze hat Frankfurt zwei Kühlbusse in der Innenstadt aufgestellt. Sie sind für Menschen gedacht, die sich sonst kaum vor der Hitze schützen können.
In zwei ausrangierten Linienbussen bietet die Stadt Abkühlung für obdachlose Menschen. Bild © hr
Die Sonne knallt auf den Willy-Brandt-Platz in der Frankfurter Innenstadt. Während die Menschen Schutz im Schatten rund um den Märchenbrunnen und das Schauspielhaus suchen, hat das Frankfurter Sozialdezernat zwei ausrangierte Linienbusse auf dem Platz aufstellen lassen.
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00:39 Min.|Frank Angermund
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"Sie haben TÜV", scherzt Sozialdezernentin Elke Voitl. Mitarbeiter der Johanniter tragen währenddessen Klimaanlagen und große Mengen Mineralwasser in Tetra-Paks in die grünen Busse. Die Kühlmobile sollen bis Ende August dort stehen.
Obdachlose bei Hitze besonders gefährdet
Die Grünen-Politikerin nennt die aktuelle Hitzewelle "dramatisch". Vor allem verletzliche Gruppen wie Obdachlose seien gefährdet. Diese Menschen könnten sich nicht in einem Einkaufszentrum oder Restaurant abkühlen. "Weil sie dort nicht bleiben dürfen", sagt Voitl. Mit diesem deutschlandweit einmaligen Projekt reagiere die Stadt nach eigenen Angaben "schnell und pragmatisch" auf den heißen Sommer.
Rettungsdienste und Sozialarbeiter hätten wegen der Hitze derzeit alle Hände voll zu tun. Um obdachlosen Menschen zu helfen, hat die Stadt Frankfurt gemeinsam mit den Johannitern kurzfristig zwei Kühlmobile organisiert, in denen sich Betroffene so lange aufhalten und abkühlen können, wie sie möchten.
Im Bus werden kühle Luft und kühle Getränke bereitgestellt. Bild © hr
Städtische Bühnen liefern den Strom
Die Mitarbeiter der Johanniter verlegen lange Kabel von den grünen Bussen zum Schauspielhaus. Die Städtischen Bühnen liefern den Strom für die Klimaanlagen. Während diese bereits laufen, sitzen bereits die ersten obdachlosen Männer am Märchenbrunnen, trinken kostenloses Mineralwasser und warten, bis sich die Bustüren öffnen.
Eine Fachkraft der Johanniter sucht das Gespräch mit ihnen. Die Busse sind täglich von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Danach können obdachlose Menschen beispielsweise einen der neuen Schlafplätze im Diakoniezentrum Weser 5 in Anspruch nehmen, wenn sie das möchten.
Johanniter organisieren Klimaanlagen
Oliver Pitsch aus dem Regionalvorstand der Johanniter strahlt vor den Kühlmobilen Optimismus aus. Er und sein Team haben es geschafft, Klimaanlagen für die Busse zu organisieren. Diese sind derzeit Mangelware. Auch die ausrangierten Busse haben die Johanniter angemietet und mit roten Nummernschildern zum Willy-Brandt-Platz gefahren.
Neben Abkühlung und kostenlosen Getränken gibt es vor Ort auch Informationen. "Frankfurt hat ein gutes Netz an Hilfen für Menschen auf der Straße – vor allem im Innenstadtbereich", sagt Pitsch. Die Mitarbeiter, von denen einige ehrenamtlich arbeiten, können den Kontakt zu den anderen Sozialpartnern herstellen. "Als Johanniter verbinden wir medizinische Hilfe, soziale Betreuung und praktische Hilfeleistung direkt dort, wo sie gebraucht wird“, sagt Pitsch.