Italien glüht: Asphalt auf der Piazza Pitti heizt sich auf über 58 Grad auf – und das ist noch nicht alles
Hitzewelle in Italien: Asphalt glüht auf 58 Grad – kein Tourist wagt sich mehr raus
Stand: 07.08.2026, 13:25 Uhr
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Florenz in der Hitzefalle: Auf der Piazza Pitti heizt sich der Asphalt auf 58 Grad auf – und das ist erst der Anfang der Messergebnisse.
Die Temperaturen liegen weiterhin über dem Durchschnitt, mindestens noch bis Montag (10. August). Die Hitzewelle, die Florenz erfasst hat, lässt nicht nach. Bereits seit neun Tagen in Folge herrscht maximale Alarmstufe. Laut dem aktuellen Bulletin wird die gefühlte Höchsttemperatur heute – Freitag, 7. August – bei 37 Grad liegen, während sie am Samstag voraussichtlich auf 38 Grad steigt. Auch in der Nacht bleiben die Temperaturen hoch.
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Dieser Artikel von Jacopo Storni entstand in Kooperation mit Corriere della Sera.
Nach Angaben des regionalen Funktionszentrums werden sie in den kommenden Tagen nahezu unverändert bleiben und sich mindestens bis Montag auf Werten über dem jahreszeitlichen Durchschnitt halten, insgesamt aber bis Mitte August auf einem hohen Niveau verharren.

Hitze in Italien: Asphalt als Hitzequelle in der Stadt
Um die Hitze auf den Plätzen von Florenz buchstäblich zu greifen, sind wir zur Mittagszeit mit einem Thermometer durch einige Plätze der Stadt gezogen, um die Temperatur des Asphalts zu messen, ein wesentlicher Aspekt, da die Pflasterung tagsüber viel Sonnenenergie aufnimmt und sie nur langsam wieder abgibt. Das trägt zum „Wärmeinsel“-Effekt bei und macht die Städte auch am Abend und in der Nacht deutlich heißer.
Den Rekord hält die Piazza Pitti, wo die Asphalttemperatur über 58 Grad liegt. Dort ist weit und breit kein Tourist zu sehen, der sitzt, anders als während eines Großteils des restlichen Jahres. Auf dem zweiten Platz folgt die Piazza della Signoria mit 48,8 Grad, die auf dem Asphalt gemessen wurden.
Italien kämpft mit Hitze: Die heißesten Plätze im Zentrum
Es folgt die Piazza della Repubblica mit 47,3 Grad, danach die Piazza Santa Maria Novella mit 46,4 Grad. Florentinerinnen, Florentiner und Touristinnen und Touristen bewegen sich sichtbar erschöpft und suchen Schattenplätze, um nicht zu sehr ins Schwitzen zu geraten. Ebenfalls sehr heiß sind die Piazza Santa Croce mit 46,2 Grad und die Piazza San Firenze mit 45,3 Grad.
Bäume helfen, wie gesagt, deutlich, was man auf der Piazza del Carmine klar erkennen kann: Im sonnigen Teil des Platzes – wo zur Mittagszeit keine Menschenseele zu sehen ist – liegt die Temperatur bei 53,6 Grad, im von Ästen und Blättern beschatteten Bereich sinkt sie auf 35,6 Grad, also auf fast zwanzig Grad weniger. Genau deshalb sind die Plätze in den Randgebieten, wo es mehr Bäume gibt, deutlich kühler.
Peripherie kühler, Schatten als Schutz vor der Hitze
In Galluzzo wurden 36,3 Grad gemessen, auf der Piazza D’Azeglio 37 Grad, auf der Piazza Ferrucci 34,8 Grad und auf der Piazza Elia Dalla Costa 35,3 Grad. Deutlich besser zu ertragen sind auch die Plätze im Zentrum, auf denen Bäume stehen, darunter die Piazza Santo Spirito (32 Grad) und die Piazza Indipendenza (36,9 Grad).
Während Menschen mit Schuhen oder Sandalen unterwegs sind, ist es für Tiere sehr viel schwieriger, den direkten Kontakt mit dem Boden zu vermeiden. Viele leiden sichtbar darunter, ihre Pfoten auf die glühend heißen Platten der Stadt zu setzen. Zahlreiche Halterinnen und Halter setzen ihre Tiere aus genau diesem Grund nicht der Sonne aus. Es genügt, den Asphalt einfach anzufassen, um festzustellen, dass er nahezu brennend heiß ist.
Was Städte in Italien gegen die Hitze tun können
Um die Hitze, die vom Boden aufsteigt, zu bekämpfen, sind Bäume wichtig, ebenso wie hellere oder „kühle“ Beläge, die einen größeren Teil der Sonnenstrahlung reflektieren. Sehr wertvoll sind auch Brunnen oder Wasserspiele, die zur Abkühlung öffentlicher Räume beitragen.