Erstmals drei Wochen Bundesliga-Pause! Hoeneß rechnet knallhart mit Organisatoren ab

Hoeneß rechnet mit XXL-Länderspielpause ab

Stand: 22.09.2026, 22:33 Uhr

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Zum ersten Mal wird die Bundesliga von einer XXL-Länderspielpause für drei Wochen unterbrochen. Sebastian Hoeneß übt dafür harsche Kritik.

Stuttgart – In der Saison 2026/27 findet die erste Länderspielpause unter anderen Vorzeichen statt als bisher üblich. Bis zum letzten Jahr trafen sich die Nationalmannschaften im September, Oktober und November für drei kurze Pausen mit je zwei Spielen. In diesem Jahr wurden die September- und Oktober-Lehrgänge zu einer XXL-Pause zusammengelegt. Die Folge: Zwischen dem 20. September und dem 9. Oktober pausiert die Bundesliga ganze drei Wochen.

Sebastian Hoeneß ist kein Fan der neuen XXL-Länderspielpause.

Sebastian Hoeneß ist kein Fan der neuen XXL-Länderspielpause. © picture alliance/dpa | Uwe Anspach, Federico Gambarini (Montage)

Nach gerade einmal vier Spieltagen kommt diese ungewöhnlich lange Unterbrechung nicht allen Klubs gelegen. Kein Fan der Umstellung ist etwa Sebastian Hoeneß, der mit dem VfB Stuttgart einen Fehlstart hinlegte. Nach Niederlagen gegen den FC Bayern (1:5), die TSG Hoffenheim (1:2) und Borussia Dortmund (0:1) stehen die Schwaben mit drei Punkten gerade einmal auf Platz 15 der Tabelle.

VfB-Coach Hoeneß stört sich an dreiwöchiger Länderspielpause

Um den Fehlstart wettzumachen, muss der VfB nun drei Wochen warten. „Das wird eher ein negativer Aspekt sein. Jetzt ist die Pause länger, aber jetzt ist die Phase, in der man sie am wenigsten braucht, weil wir erst eine englische Woche hatten. Aus Vereinssicht finde ich sie nicht besonders gut“, führte Hoeneß aus.

Die Zwangspause will der Trainer jetzt als „verlängerte Vorbereitung“ nutzen: „Es gilt, die Zeit zu nutzen. Insbesondere die Jungs, die später angefangen haben oder angeschlagen sind. Für sie wollen wir Reize setzen, um auf ein höheres Level zu kommen. Nach solchen Reizen gibt es die Möglichkeit, einen Tag mehr in die Erholung zu kommen. Die zwei Testspiele (gegen Heidenheim am 25. September und Fürth am 1. Oktober, Anm. d. Red.) werden wichtig für uns.“

Während Hoeneß mit seiner Kritik nicht alleine dasteht, gibt es auch Gegenstimmen. Leverkusen-Sportgeschäftsführer Simon Rolfes etwa sagte: „Für die Nationalspieler ist die Neuerung gut, weil es kompakter ist und ein paar Reisen wegfallen. Und auch wir im Verein werden das nutzen, um zu trainieren, aber auch, um Kraft zu tanken.“

Die Bundesliga-Fans werden in den drei Wochen zumindest mit hochfrequentiertem DFB-Fußball verwöhnt. Binnen elf Tagen stehen für die Nationalmannschaft von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp gleich vier Nations-League-Partien auf dem Plan. Am 24. September geht es gegen die Niederlande, es folgen Duelle gegen Griechenland (27. September und 4. Oktober) sowie gegen Serbien. (mbo)