In Bildern: Hunderttausende bei Papst-Messe in Paris
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Unter großem Andrang hat Papst Leo XIV. am Samstag in Paris auf dem zentralen Place de la Concorde eine Messe abgehalten. Rund 700.000 Menschen, mehr als vom Vatikan selbst erwartet, kamen dazu ins Zentrum der französischen Hauptstadt. Unter großem Jubel war der Papst zuvor im Papamobil die Champs-Elysees hinuntergefahren. In seiner Predigt rief er dazu auf, über den Sinn des Lebens nachzudenken.
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Mit rund 600.000 Besuchern und Besucherinnen hatte der Vatikan zunächst gerechnet. Rund 700.000 kamen dann laut Vatikan tatsächlich, um Papst Leo zu sehen.Es ist der erste Besuch von Papst Leo in Frankreich seit seiner Wahl 2025. Zuletzt war Papst Benedikt XVI. 2008 in der französischen Hauptstadt zu Besuch.Die Champs-Elysees war von zahlreichen Gläubigen gesäumt, die gelb-weiße Fähnchen schwenkten und „Leo, Leo“ riefen. Immer wieder brachten Helfende Babys und Kleinkinder zum Papst, der sie segnete. Einige französische Medien sprachen von einer „Papomanie“ (Papst-Manie).Aus Sicherheitsgründen war die Umgebung rund um die Champs-Elysees bis zur anderen Seite der Seine weiträumig abgesperrtAn der Messe nahmen auch zahlreiche Politiker und Politikerinnen teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ließ sich durch Premierminister Sebastien Lecornu vertreten. Begründet wurde das mit der strikten Trennung in Frankreich von Kirche und Staat. Dafür war Macrons Frau Brigitte dabei, ebenso der französische Milliardär und Chef des Luxuskonzerns LVMH, Bernard Arnault.In seiner Predigt rief der Papst zu Gottvertrauen und zur Weitergabe des Glaubens auf. „Was suchen wir wirklich im Leben? Wir alle sehnen uns nach Glück, nach Liebe, nach Selbstverwirklichung. Aber an welcher Quelle versuchen wir, unseren Durst zu stillen?“ Materielle Güter würden „das Blaue vom Himmel versprechen, unser Herz aber leer zurücklassen“.Am Vormittag hatte der Papst zunächst zu einem würdevollen Umgang mit Migranten aufgerufen. Die Menschen sollten „jene sehen, die unsichtbar sind, und jene befreien, die durch die wirtschaftliche Lage in die Sklaverei gedrängt werden“, sagte er beim Besuch des Sozial- und Integrationszentrums „Maison Bakhita“ in Paris.Papst Leo traf zudem Erwachsene, die sich kürzlich hatten taufen lassen. In Frankreich haben sich nach Angaben der französischen Bischofskonferenz heuer 13.000 Erwachsene taufen lassen, dreimal so viele wie vor zehn Jahren. Allerdings hat sich die Zahl der Kindertaufen seit 2000 mehr als halbiert.Nach der Messe in Paris ging es für den Papst an den Marien-Wallfahrtsort Lourdes im Südwesten des Landes. Letzte Station wird am Montag die Stadt Metz unweit der deutsch-französischen Grenze sein.Zum Abschluss seines Besuchs will der Papst eine politische Rede zu den Wurzeln Europas halten, zu der Präsident Macron sämtliche Staats- und Regierungschefs eingeladen hat. Bisher ist nicht bekannt, wer kommen will.