Hurrikan Lala zog an Hawaii vorbei
Unwetter
Hurrikan Lala zog an Hawaii vorbei
Ein Mensch verstarb bei einem Autounfall auf der Hauptinsel. Fast 130.000 Stromkunden waren ohne Versorgung
Honolulu (Hawaii) – Der Hurrikan Lala ist am Wochenende an der Insel Hawaii vorbeigezogen und hat dem gleichnamigen US-Staat im Pazifik heftige Regenfälle beschert. Lala zog Samstagabend Ortszeit mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern an der Südspitze der auch als Big Island bekannten Insel vorüber, traf jedoch nicht auf Land, wie das US-Hurrikanzentrum NHC berichtete. Im Süden der Hauptinsel kam es zu einem Autounfall mit einem Todesopfer.
Auch für die übrigen Inseln des US-Staates wie etwa Oahu mit der Hauptstadt Honolulu galt eine Sturmwarnung. Auf Big Island mit den Nachbarinseln zusammengerechnet waren fast 130.000 Stromkunden ohne Versorgung, wie Daten der US-Webseite Poweroutage.us zeigten. Örtliche Medien berichteten von umgestürzten Bäumen, Straßensperren und heftigen Überschwemmungen.
Für Teile der Hauptinsel Hawaii hatte der Nationale Wetterdienst (NWS) einen Sturzflut-Notstand ausgegeben. Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Häuser von den Wassermassen fortgerissen. Der Wetterdienst warnte vor einer lebensgefährlichen und "katastrophalen" Hochwasserlage. Der Gouverneur sagte Samstagnachmittag (Ortszeit), 19 Hausdächer seien vom Hurrikan weggerissen worden.
Das Zentrum des Hurrikans der Kategorie 1 zog rund 90 Kilometer südlich an der Insel vorbei in westlicher Richtung, wie das US-Hurrikanzentrum (NHC) berichtete. Noch bis in die Nacht sei auf Big Island allerdings mit Windböen in Hurrikanstärke und heftigen Niederschlägen zu rechnen.
Auswirkungen verlagern sich auf andere Inseln
Die Behörde rechnete an den windzugewandten Seiten von Big Island im Verlauf des Sturms mit insgesamt 30 bis 50 Zentimetern Regen. An einigen Messstellen waren diese Mengen jedoch bereits überschritten: In Laupahoehoe wurden innerhalb von 36 Stunden knapp 65 Zentimeter registriert. Es bestehe weiter die Gefahr von Überschwemmungen, Erdrutschen und gefährlichem Wellengang, erklärte das NHC.
Auch auf den kleineren Inseln des US-Staates - darunter Maui, Oahu, Kauai und Niihau - drohen trotz größerer Entfernung zum Zentrum des Sturms bis einschließlich Sonntag gefährlich starke Winde und heftige Niederschläge. Der Schwerpunkt der Auswirkungen soll sich in der Nacht nach Westen verlagern. Für Oahu, Kauai und Niihau gilt eine Hochwasserwarnlage bis spät am Sonntag. Dort werden örtlich bis zu 20 Zentimeter Regen erwartet.
Ein Hurrikan der Kategorie 1 von 5 kann andauernde Winde mit einer Geschwindigkeit von bis zu 153 Kilometern pro Stunde mit sich bringen. Der NHC-Prognose zufolge soll Lala am Sonntag weiter nach Westen abdrehen, an Geschwindigkeit zulegen und sich allmählich abschwächen. (APA, 16.8.2026)
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