Huskies-Importstürmer White & Wilkie: „Sind uns unserer Verantwortung bewusst“

Stand: 16.09.2026, 08:15 Uhr

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-97- Matt White (EC Kassel Huskies)

Neuer Huskies-Stürmer: Matt White. © JMD Photographie

Matt White und Chris Wilkie wechselten gemeinsam aus der DEL zu den Kassel Huskies. Im Interview sprechen sie über ihre Stärken und ihre Rolle als Importspieler.

Kassel – Sie sind zwei von drei neuen Importspielern bei den Kassel Huskies: Matt White und Chris Wilkie. Beide wechselten aus der DEL nach Nordhessen. White verbrachte zuletzt drei Spielzeiten bei den Grizzlys Wolfsburg, Wilkie war in den vergangenen beiden Saisons für die Löwen Frankfurt aktiv. Für den Eishockey-Zweitligisten aus Kassel sollen sie in möglichst vielen Spielen den Unterschied ausmachen. Wir haben mit den beiden US-Amerikanern gesprochen.

Sie haben bereits in Wolfsburg zusammen gespielt. Wie sehr freuen Sie sich, dass das nun in Kassel erneut der Fall ist?

White: „Sehr. Ich kenne Chris schon aus der Zeit vor Wolfsburg. Es ist immer schön, ein vertrautes Gesicht um sich zu haben – besonders in einer neuen Stadt. Wir haben auch schon Sommer gemeinsam verbracht, unsere Familien sind befreundet. Es ist schön, hier zu sein. Jetzt freuen wir uns, wenn die Saison endlich losgeht.“

Wie gut ist Chris Wilkie?

White: „Wie gut er ist? Ich denke, seine Zahlen sprechen für sich. Er spielt jetzt in einer anderen Liga, aber er war überall torgefährlich und wird das auch hier sein. Jeder weiß, was er auf dem Eis zu leisten imstande ist und dass er Tore schießen kann. Seine Qualitäten werden uns helfen, erfolgreich zu sein.“

Und Matt White? Wie gut ist er?

Wilkie: „Ich kann nur Ähnliches zurückgeben. Ich meine, er kommt jedes Jahr auf fast einen Punkt pro Spiel. Er spielt schon lange in Deutschland, hat stets mehr als 50 Punkte erzielt und Meisterschaften gewonnen. Jeder weiß also, was er leisten kann und welches Niveau er in eine Mannschaft einbringt. Wir freuen uns einfach darauf, endlich loszulegen. Wir haben ein spannendes Team und sind bereit für den Start.“

Sie sind beide aus der DEL in die DEL2 gewechselt. Warum ist genau das der richtige Schritt für Sie?

White: „Ich glaube, es gibt bei so einer Wechselentscheidung keinen richtigen oder falschen Schritt. Du weißt in dem Moment noch nicht, ob es gut für dich sein wird. Es gehört im Laufe einer Karriere einfach dazu, zu verschiedenen Teams zu wechseln. Unser Ziel ist immer dasselbe – ganz gleich, in welcher Liga oder welchem ​​Land: Wir wollen Spiele gewinnen, wir wollen die Meisterschaft gewinnen. Wir sind hier, um Meister zu werden. Und darauf konzentrieren wir uns.“

Sie sind zwei von aktuell fünf Importspielern im Huskies-Kader. Spüren Sie einen besonderen Druck, Ihre Leistung immer abrufen zu müssen? Schließlich wird vor allem von Ihnen viel erwartet.

Wilkie: „Wahrscheinlich setzt man sich selbst am meisten unter Druck. Jeder Profi möchte gut spielen und Leistung bringen. Ganz gleich, wo man ist oder wie viele Importspieler im Team stehen. Ich bin der Meinung, dass jeder in der Mannschaft wichtig ist. Darüber hinaus haben wir viele Nordamerikaner mit deutschem Pass in unseren Reihen. Theoretisch haben wir mehr Importspieler (lacht). Jeder muss sich bewusst sein, welche Rolle er hat und diese gut ausfüllen. Matt und ich sind uns unserer Rolle und der damit verbundenen Verantwortung bewusst.“

Welche Ziele verfolgen Sie mit der Mannschaft? Das Wort „Meisterschaft“ ist schon einmal gefallen.

White: „Das kurzfristige Ziel ist es, zur Saisonmitte unter den ersten fünf Teams zu stehen. Und in der zweiten Saisonhälfte wollen wir dann um die bestmögliche Platzierung kämpfen. Natürlich will man Erster werden, aber manchmal klappt das eben nicht. Zur Saisonmitte wollen wir jedenfalls zu diesen Top-5-Teams gehören. Was das langfristige Ziel angeht, kann es nur um die Meisterschaft gehen. Wir beide möchten unseren Teil dazu beitragen – vor allem im Angriff –, aber wir müssen uns auch auf andere Dinge konzentrieren, etwa auf das Spiel ohne Puck und andere Aspekte, um der Mannschaft zu helfen.“

Eishockey, Testspiel,Kassel Huskies gegen Hammer Eisbären,84 Chris Wilkie,Foto: Schachtschneider

Neuer Huskies-Stürmer: Chris Wilkie. © Schachtschneider, Dieter/Dieter Schachtschneider

In Kassel gibt es seit dieser Saison eine verkleinerte Eisfläche. Die kennen Sie aus Nordamerika. Wie verändert sich dadurch Ihr Spiel?

Wilkie: „Anfangs ist eine gewisse Umstellung nötig, da wir die letzten Jahre größtenteils auf größeren Eisflächen gespielt haben. Aber letztendlich ist das Spielfeld genauso lang und nur ein paar Meter schmaler. Ich denke, wir können das bei Heimspielen zu unserem Vorteil nutzen. Wir haben eine schnelle Mannschaft, und wenn wir schnell und körperbetont spielen, wird es für den Gegner ziemlich schwierig.“

Haben Sie als Angreifer einen Vorteil, weil Sie schneller in Abschlusspositionen kommen?

Wilkie: „Das ist mit Sicherheit der Fall, aber die Verteidiger sind auch schneller beim Angreifer.“

White: „Sobald das Spiel läuft, macht es keinen allzu großen Unterschied. Da sucht jeder die für sich beste Position. Egal, wie groß oder klein die Eisfläche ist.“