Kapitän soll Explosion gemeldet haben: Huthi-Rebellen greifen erneut saudischen Tanker im Golf von Aden an
Stand: 05.08.2026, 23:05 Uhr
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Einmal mehr zeigt sich, wie gefährlich die Durchfahrt durch den Golf von Aden ist. Die Huthi-Rebellen wollen einen saudischen Tanker beschossen haben.
Sanaa – Die Huthi-Rebellen rühmen sich einer weiteren Attacke im Golf von Aden. Die Miliz aus Jemen hat dort nach eigenen Angaben erneut einen saudischen Öltanker angegriffen. Das Schiff sei getroffen und zur Umkehr gezwungen worden, teilte der Militärsprecher Jahja Sari auf Telegram mit. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht. Saudi-Arabien äußerte sich zunächst nicht.

Zuvor hatte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) von einer Explosion in der Nähe eines Tankers vor der Küste des Jemen berichtet. Der Kapitän des Schiffes habe südöstlich der jemenitischen Hafenstadt Aden eine laute Explosion in unmittelbarer Nähe des Tankers gemeldet.
Huthi-Angriff auf saudischen Tanker: Vorfall wird untersucht – wohl keine Verletzten
Demnach seien alle Besatzungsmitglieder unverletzt und in Sicherheit. Hinweise auf Umweltschäden gebe es bislang nicht. Die zuständigen Behörden untersuchten den Vorfall.
Im Zuge des Iran-Kriegs ist auch der zuletzt unterbrochene Krieg zwischen der Miliz und Saudi-Arabien neu entfacht worden. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat in dem Rahmen erneut mehrfach Angriffe auf saudische Tanker im Roten Meer für sich reklamiert.
Infolge der Angriffe wird befürchtet, dass es zur faktischen Schließung der wichtigen Meerenge Bab al-Mandab kommen könnte. Diese liegt auf dem kürzesten Seeweg zwischen Asien und Europa, der über den Indischen Ozean, das Rote Meer und den Suezkanal führt. In normalen Zeiten laufen durch die Bab al-Mandab – zu Deutsch: „Tal der Tränen“ – rund zehn Prozent des weltweiten Seehandels. Ab dem Jahr 2023 hatten die Huthi den Welthandel in der Region mit Angriffen bereits massiv beeinträchtigt. (dpa)