Kapitän mit Frust nach spätem St. Pauli-Schock in Kiel
FC St. Pauli
„Ich habe ihn verloren“: St. Pauli-Kapitän Nemeth reagiert ehrlich nach spätem Schock
St. Pauli verspielt gegen Holstein Kiel eine 2:0-Führung. Kapitän David Nemeth hadert nach dem späten Ausgleich erneut mit sich selbst.
Mit der „Schleife“ – so nennt David Nemeth seine Kapitänsbinde im österreichischen Dialekt – am Arm läuft noch nicht alles nach Plan für den neuen St. Pauli-Kapitän. Zwei Spiele, zwei Punkte und zweimal ein alles andere als glücklicher Nemeth nach Abpfiff der ersten beiden Zweitliga-Partien der Saison 2026/27. Beim 2:2 gegen Holstein Kiel stand Nemeth vor dem späten Ausgleich im Fokus.
Nachdem Nemeth gegen die SpVgg Greuther Fürth zum Saisonauftakt in der Nachspielzeit fast das späte 1:2 für die Gäste vorgelegt hatte, hatte ein – zugegeben kleinerer „Fehler“ – gegen Kiel deutlich schwerwiegendere Folgen.
St. Pauli-Kapitän Nemeth hadert nach Kiel-Remis mit sich selbst
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Nachdem der Kiezklub durch Martijn Kaars (32.) und Taichi Hara (45.+3) mit 2:0 in Führung gegangen war, lief es nach der Pause nicht mehr ganz so rund. St. Pauli wurde immer passiver und überließ den „Störchen“ den Ball. „Ich finde, wir sind immer ein bisschen zu tief gestanden“, bilanzierte Nemeth nach der Partie. „Sie sind tief in unsere Hälfte gekommen und haben gute Flanken schlagen können.“
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Eine solche schlug auch Alexander Bernhardsson in der 88. Minute. Von der rechten Strafraumkante segelte die Kugel im hohen Bogen Richtung langem Pfosten. Dort ging Nemeth ins Luftduell mit Harres. Wobei es kein wirkliches Luftduell war – schließlich hob nur der Kieler ab. Mit einem minimalen Körpereinsatz löste er sich vom Österreicher und legte so per Kopf auf Jonas Therkelsen, der frei zum Abschluss kam und mit ausreichend Zeit zum 2:2 einschieben konnte.
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„Ich habe ihn verloren“, zeigte sich Nemeth frustriert, und legte nach: „Ich muss es besser machen. Es ist nicht ganz einfach zu verteidigen, aber das muss ich einfach besser machen. Offener stehen und dann kann ich ihn noch besser verteidigen“, sagte Nemeth selbstkritisch.
Nemeth: „Das müssen wir noch abstellen“
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Die Baustelle im Holstein-Stadion, in dem nur drei Tribünen zur Verfügung gestanden hatten, war zu Beginn der Saison eben nicht die einzige. Sowohl in St. Paulis Offensive, als auch in der Defensive gab es noch Luft nach oben. Cheftrainer Marcel Rapp verriet nach dem Spiel, dass ihn die vergebenen Chancen mehr geärgert hätten.
Als Verteidiger sah Nemeth den größten Verbesserungsbedarf natürlich in der Defensive. „Wir bekommen auf jeden Fall Tore, die wir nicht so bekommen wollen. Wir wollen einfach so wenig wie möglich Tore bekommen. Das müssen wir noch abstellen“, zog der Kapitän seine Zwischenbilanz nach den ersten beiden Spieltagen. Die nächste Chance, es besser zu machen, besteht dann am nächsten Sonntag im DFB-Pokal gegen Rot-Weiss Essen.