IFA-Chef Lindner: „Jeder zweite Besucher ist heute unter 35 Jahre“

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Glaubt man dem IFA-Chef Leif Lindner, ist die Neuerfindung der IFA in den vergangenen Jahren gelungen. „Jeder zweite Besucher ist heute unter 35 Jahre“, betonte er in seiner Rede zur Eröffnungspressekonferenz der Technikmesse am Mittwoch, während das Durchschnittsalter noch vor einiger Zeit bei mehr als 50 Jahren gelegen haben soll. Nun treffe die nächste Generation auf der Messe auf die neuesten Technologien, so Lindner.

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Junge Menschen auf die Messe zu locken, war eines von Lindners Kernanliegen der vergangenen Jahre. Dass die Jungen jetzt offenbar kommen, dürfte auch an den großen Konzerten im Sommergarten liegen. Mit Konzerttickets sind Besucherinnen und Besucher auch in diesem Jahr berechtigt, in die Messehallen zu kommen. Alle anderen zahlen regulär 21,50 Euro, ermäßigt sind es 14 Euro.

Dass die IFA sich mit den Konzerten auf dem richtigen Weg sieht, wird auch dadurch deutlich, dass die Mainacts am Freitag und Samstag auch schon in den vergangenen Jahren für den Sommergarten gebucht wurden. Ikkimel, ein Rap-Star der Stunde für die Gen Z, bekommt wie schon 2025 den Samstag im Sommergarten für das Open-Air „Ikkimel & Friends“. Rapper Luciano, der schon 2024 im Programm für den Sommergarten zu finden war, soll am Freitag die jungen Leute aufs Messegelände locken. Schon am Donnerstag soll der DJ Bunt auflegen.

Überdies sind laut Lindner vier der zehn meistgehörten Podcasts in Deutschland auf der Messe. Am Sonntag plaudern etwa die Macher der Podcasts „Wine Wednesday“ sowie „Mord auf Ex“ live auf der Bühne des Sommergartens.

IFA 2026: Flugautos, Roboter und Künstliche Intelligenz

In den Messehallen stehen dieses Jahr auf 19.000 Quadratmetern Künstliche Intelligenz und Roboter im Fokus. In Halle 15 treten Roboter beim Robocup im Fußball gegeneinander an. Humanoide Roboter treten am Samstag auf der Creator-Stage ab 13 Uhr auf. Besucherinnen und Besucher sollen dort auch Selfies mit den Robotern machen können. „KI-Roboter werden uns bald überall helfen“, ist Lindner überzeugt. „Der Wandel ist real“, sagte er.

Dass dieser schnelle Wandel einige Menschen überfordert, räumte Lindner am Mittwoch ein. „Vor einigen Jahren war vieles noch Science-Fiction“, betonte er. „Nun ist das die Realität.“ Allerdings schafften die Technologien allein noch keinen Fortschritt, so Lindner. Erst das Verstehen dieser Technologien könne das bewirken. Deswegen sei der persönliche Austausch so entscheidend, deswegen komme der IFA eine wichtige Rolle zu. „Vertrauen kann man nicht herunterladen. Vertrauen entsteht durch Ausprobieren, Austausch und persönliches Erleben“, so der IFA‑Chef. Rund 220.000 Besucherinnen und Besucher erwartet er in diesem Jahr.

Neu auf der IFA ist auch die starke Präsenz einiger Automobilkonzerne. Neben den chinesischen Herstellern Xiaomi, Xpeng und Dream ist dieses Jahr auch Volkswagen dabei. VW lässt den Influencer Andy Zingler am Samstag live eine neue Soße für die legendäre VW‑Currywurst kochen. Strom für das Kochfeld soll ein angeschlossener VW ID.Cross liefern. Das Auto soll diesen Herbst auf den deutschen Markt kommen. Xiaomi will seine neuesten Flugauto-Modelle zeigen. Auf einer 200 Meter langen Teststrecke im City Cube können Besucherinnen und Besucher aber nur E-Bikes und E-Scooter kostenlos ausprobieren.

IFA 2026 setzt auf das Thema „Content Creation“

Ein weiterer Schwerpunkt der diesjährigen Messe sind die sogenannten Wearables. „Dieser Markt startet gerade erst“, betonte Carine Chardon, Chefin der Gesellschaft zur Förderung der Unterhaltungselektronik (GFU), am Mittwoch. Im Fokus stehen hier etwa KI-Brillen und intelligente Kopfhörer mit Live-Übersetzungsfunktion.

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Wer Influencer sehen will, sollte am Creator Hub im Palais am Funkturm sowie in Halle 17 und Halle 20 vorbeischauen. Die Messe hat das Thema „Content Creation“ massiv ausgebaut. Unternehmen wie Sony und Lexar präsentieren dort alles, was man zum Produzieren erfolgreicher Inhalte auf Tiktok oder Instagram benötigt.

IFA 2026: Ein halb analoger Spielplatz für Familien

Familien sollen sich in Halle 17 in der „IFA Playbox“ wohlfühlen. Geplant ist dort ein halb digitaler, halb analoger Spielplatz. Auf dem Programm stehen etwa „Mario Kart“-Gaming-Wettbewerbe. Außerdem soll es eine Bar mit Süßigkeiten geben. Für Teenies besonders interessant: der klassische Autoscooter in Halle 6.2a.

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In den Hallen 12 bis 15 können Besucherinnen und Besucher fündig werden, die sich für Wellness-, Gesundheits- und Fitnessprodukte interessieren. Neu ist der Beauty-Hub in Halle 13. Interessierte können sich dort die Haare stylen lassen oder temporäre Tattoos ausprobieren.