„In Extremo“ bringt Mittelalter-Rock nach Schwalmstadt
Stand: 12.07.2026, 08:03 Uhr
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„In Extremo“ wird am 9. August zum Abschluss des historischen 777-Wochenendes in der Lehmenkaute spielen. Bekannt ist die Band für ihre Pyro-Shows.
Treysa – Zum Abschluss des historischen Wochenendes zum Jubiläumsfest 777 Jahre Stadtrechte Treysa steht am 9. August ein wahres Feuerwerk auf dem Programm.
Die Mittelalter-Rockband „In Extremo“ bringt dann mehrere Tausend erwartete Besucher in der Lehmenkaute zum Beben. Die 1995 gegründete Berliner Band gehört zu den erfolgreichsten Formationen des Mittelalter-Rocks und -Metals in Deutschland mit über 5 Millionen verkauften Tonträgern. Bekannt ist „In Extremo“ für seine großen Pyro-Shows.
Alte und neue Instrumente werden auf der Bühne vereint
Neben E-Gitarre, Bass und Schlagzeug bringt die Band auch alte Instrumente auf die Bühne, darunter Drehleier, Sackpfeife, auch Dudelsack genannt, Schalmei, Nyckelharpa, Harfe, Cister, Hackbrett, Tabla, Davul und Klangbaum.
Seit drei Jahrzehnten tritt die Band auf und lädt das Publikum mit ihrer musikalischen Mischung aus Metal-Gitarren, mittelalterlichen Klängen und Instrumenten zum Mitsingen, Mittanzen und Mitfeiern mit.

Zum Jubiläumsfest nach Treysa gelockt hat „In Extremo“ Jörg Paul Diehl vom Bekleidungshaus Heynmöller. Für ihn ist es nicht das erste große Konzert, das er in Schwalmstadt organisiert. Bei zahlreichen Events hatte er unter anderem Howard Carpendale auf den Paradeplatz in Ziegenhain gebracht.
Auftritt brauchte Verhandlungsgeschick und Überzeugungskraft
Der Auftritt von „In Extremo“ in Treysa verlangte ihm allerdings einiges an Verhandlungsgeschick und Überzeugungskraft ab. Denn üblicherweise treten die sechs Berliner Musiker in Hamburg, Berlin, auf dem Wacken-Open-Air-Festival und der Loreley auf. „Und jetzt auch in Treysa“, sagt Diehl mit einem Lächeln.
Doch bis die Unterschrift im Herbst vergangenen Jahres unter dem Vertrag stand, waren zahlreiche Verhandlungsrunden nötig. Als die Signaturen trocken war, begannen die Vorbereitungen für das Konzert.
Diehl beauftragte mit der Gestaltung des Konzertgeländes einen Architekten, der sich auf Planungen dieser Art spezialisiert hat. Dabei erwies sich der Veranstaltungsort als Glücksgriff. Die Atmosphäre des sonst für die Hutzelkirmes genutzten Festplatzes begeistert Planer und Organisatoren.
Bühne soll eine Fläche von 220 Quadratmetern haben
Nach Darstellung von Diehl wird auf der Seite des Burschenschaftsgebäudes eine Bühne mit 220 Quadratmetern Fläche entstehen. Zehn Meter hoch und 20 Meter breit, dazu eine Sound- und Pyroanlage, die die Zuschauer in den Bann ziehen soll.
Verändert wurde auch der Eingang zur Lehmenkaute. Im Gegensatz zu dem sonst üblichen Zugang von der Stefanstraße aus, wurde ein spezieller Zugang über eine Rampe geschaffen.
Insgesamt soll es drei Zugänge geben. Auf dem Gelände werden Essens- und Getränkestände aufgebaut, und natürlich auch Stände für das Band-Merchandising. Wegweiser geleiten die Besucher von den Parkplätzen und dem Markt zum historischen Wochenende zum Konzertgelände. Mit den Rettungs- und Sicherheitsdiensten wurde ein Sicherheitskonzept entwickelt.
Termin und Vorverkauf: „Alles ist durchgeplant und vorbereitet“, sagt Diehl, „die Fans können kommen.“ Bis zu 10.000 Besucher fasst das Gelände. Das Konzert am Sonntag, 9. August, zum Abschluss des Mittelalter-Wochenendes, beginnt um 20 Uhr. Einlass ist ab 17.30 Uhr, Eintritt 67,77 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf und unter shop-heynmoeller-kleidung.de/Events. (Rainer Schmitt)