Schönheitschirurg in Marbella in eigener Klinik erschossen

Panorama

In Nobel-Badeort: Schönheitschirurg in eigener Praxis erschossen

Der Hafen von Puerto Banús nahe Marbella. In dem noblen Badeort wurde jetzt ein Schönheitschirurg erschossen.
picture alliance / Zoonar | Phil Bird

Ein tödlicher Angriff auf einen Schönheitschirurgen schockt einen Nobel-Badeort an der Costa del Sol. Die Polizei nimmt Ermittlungen auf. Viele Fragen sind noch offen.

Ein Schönheitschirurg ist in seiner eigenen Klinik im spanischen Nobel-Badeort Marbella erschossen worden. Ein vermummter Mann habe in der Klinik an der Costa del Sol mehrfach auf den 57-jährigen Arzt geschossen, berichteten die Zeitung „El País“ und weitere spanische Medien unter Berufung auf die Polizei.

Ein Polizei-Sprecher bestätigte auf Anfrage diese Informationen. Einigen Regionalmedien zufolge hatte der Chirurg auch einen deutschen Pass; die Behörden machten zur Nationalität des Opfers aber keine Angaben.

Marbella: Schüsse auf Schönheitschirurgen

Der Arzt soll von mehreren Kugeln auch am Kopf getroffen worden sein. Den Medienberichten zufolge konnten die herbeigerufenen Rettungskräfte das Leben des Mannes nicht retten. Er starb demnach am Tatort. Der Täter soll nach dem Angriff auf einem Motorrad unerkannt geflohen sein. Es wird nicht ausgeschlossen, dass er Unterstützung eines Komplizen gehabt haben könnte. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. Festnahmen gab es zunächst nicht.

Unklar ist bislang unter anderem auch das Motiv. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler von einem gezielten Angriff aus und prüfen verschiedene Möglichkeiten. Auch ein Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit des Chirurgen wird laut Medien untersucht. Hinweise auf eine Verbindung zur organisierten Kriminalität gibt es nach bisherigen Angaben jedoch nicht.

Der getötete Arzt war nach Medienberichten Gründer einer privaten Klinik für plastische Chirurgie in Marbella und zuvor rund zehn Jahre an Krankenhäusern in Málaga und Marbella tätig. Seine Ausbildung absolvierte er demnach in Südafrika, wo er seine Karriere begonnen habe, sowie später auch in Österreich, Deutschland und Großbritannien. (dpa/mp)