In Wien vermisste israelische Frauen haben Österreich verlassen

Kein Gewaltverbrechen

In Wien vermisste israelische Frauen haben Österreich verlassen

Die Polizei beantwortet keine weiteren Fragen. Es handelt sich um eine 50-jährige Frau und ihre 23 Jahre alte Tochter.

Schild an einer Polizeidirektion mit der Aufschrift
Die Landespolizeidirektion Wien gab in einer Aussendung bekannt, dass die beiden Frauen Österreich eigenständig verlassen haben.

Wien/Jerusalem – Zwei seit einer Woche in Wien vermisste Frauen aus Israel haben Österreich eigenständig verlassen. Das gab die Landespolizeidirektion Wien am Freitagabend in einer Aussendung bekannt. Weitere Fragen beantwortete die Pressestelle auch auf Nachfragen der APA nicht. Unklar blieb somit, wohin Mutter und Tochter wann gereist waren und warum sie tagelang gesucht wurden. "Nach derzeitigen Ermittlungserkenntnissen liegen keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen vor", hieß es.

Betont wurde in der Aussendung lediglich die "ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen dem Landeskriminalamt Wien, dem Bundeskriminalamt, der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst, dem Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung Wien sowie israelischen und weiteren internationalen Sicherheitsbehörden". Im Zuge der Suche lancierte auch die israelische Botschaft in Wien einen Aufruf und ersuchte über die sozialen Medien und per Presseaussendung um Hinweise aus der Bevölkerung zum Verbleib der Vermissten.

Zuletzt am 7. August gesehen

Die beiden Frauen waren über Prag in die Bundeshauptstadt gekommen. Es handelt sich um eine 50-jährige Frau und ihre 23 Jahre alte Tochter. Sie wurden zuletzt am 7. August in einem Hotel in Margareten gesehen, in dem sie eingecheckt hatten. Danach fehlte von den beiden jede Spur. Die Polizei habe am 10. August erfahren, dass die Angehörigen keinen Kontakt zu den Frauen mehr herstellen konnten.

Dass die 50-Jährige eine Bankerin sei und in einen Finanzskandal verwickelt sein soll, wie die "Kronen Zeitung" schreibt, wurde nun auch nicht bestätigt. Laut der Zeitung sollen sich die Frauen über Deutschland in einen anderen Kontinent abgesetzt haben. (APA, 14.08.2026)

Forum: 57 Postings

Ihre Meinung zählt.

Die Kommentare im Forum geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Benutzer:innen können diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H. vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.