Input-Lag bei Battlefield 6 und CS2: So unterscheiden sich Radeon, Geforce und Arc
Input-Lag: Hat ein Grafikkarten-Hersteller Vorteile bei gleichen Fps? Wie ist es bei Fps-Locks?
In diesem Test vergleichen wir den Input-Lag in Form der End-to-End-Latenzen von AMD, Intel und Nvidia bei gleichen Bildraten. Doch haben ein bestimmter Grafikkartenhersteller oder eine der angebotenen Latenzreduktionen Vorteile gegenüber den anderen? Und wie sieht es mit Framelocks aus bei Battlefield 6, Counter-Strike 2 oder Halo: Campaign Evolved aus?
Beim Spielen am PC gibt es einige wichtige Performance-Metriken: Neben den bekannten Fps, welche die Bildrate pro Sekunde angeben, sind etwa die Frametimes eine aufschlussreiche Größe. Letztere geben die Berechnungszeit in Millisekunden an, die ein einzelner Frame benötigt. Sind die Frametimes in einem Verlauf abgebildet, können erfahrene Nutzer an deren Kurve und Verteilung ablesen, wie sauber ein Spiel läuft und an welchen Stellen der Messung es zu Leistungsabfällen oder Rucklern kommt. Doch eine fürs geschmeidige Spielen wichtige dritte Metrik – die Eingabeverzögerung oder der Input-Lag – ist beinahe ebenso wichtig. Dies ist auch bei vielen Spielern angekommen.
Der Input-Lag im Sinne der End-to-End-Latenz ist allerdings deutlich schwieriger zu erfassen. Die Messung erfordert zusätzliche Hardware und ist daher vergleichsweise selten Gegenstand von Untersuchungen. Genau diese End-to-End-Latenz möchten wir in diesem Artikel prüfen. Wir möchten herausfinden, ob einer der drei etablierten Grafikhersteller – AMD, Intel oder Nvidia – bei vergleichbaren Bildraten tendenziell niedrigere Latenzen erzielt. Da alle drei Hersteller zudem eigene Technologien zur Latenzreduktion anbieten – Anti-Lag, XeLL und Reflex –, vergleichen wir auch diese miteinander. Zunächst erläutern wir jedoch kurz, was es mit der End-to-End-Latenz auf sich hat und weshalb wir uns für Messungen mit LDAT entschieden haben.
„PC-Latency“ und End-to-End-Latenz, was sind die Unterschiede?
Die sogenannte PC-Latency lässt sich mit Tools wie Nvidias FrameView, dem Radeon Performance Overlay, CapFrameX oder PresentMon erfassen. Bei den so gewonnenen Werten handelt es sich allerdings nicht um direkte Latenzmessungen, sondern um rechnerische Näherungen, die auf mehreren PresentMon-Daten basieren. Dazu werden verschiedene Messwerte vom Beginn des Rendervorgangs („Input-to-Frame-Start“) bis zur Ausgabe des Bildes nach dem Framebuffer-Flip („msUntilDisplayed“) miteinander verrechnet.
Die PC-Latency bildet jedoch nur einen Teil der gesamten Latenzkette ab. Sie erfasst die von CPU und GPU verursachte Verzögerung nach der Eingabe bis zur Bildausgabe, endet aber vor der tatsächlichen Darstellung des Frames auf dem Monitor. Zudem handelt es sich um einen berechneten Näherungswert und nicht um eine direkte Messung.
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In diesem Artikel untersuchen wir die End-To-End-Latenzen mithilfe des Messwerkzeugs LDAT. Wir gleichen die Bildraten von drei Grafikkarten an und untersuchen die Latenzen auf gleichem Performance-Niveau. Gibt es Vorteile für Intel Arc B580, Nvidia Geforce RTX 5060 Ti oder AMD Radeon RX 9060 XT?
Getestet werden vier Szenarien: Counter-Strike 2, Halo: Campaign Evolved, Battlefield 6 im Singleplayer sowie der Schießplatz des Multiplayer-Clients.
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